Sturm im Elfenland-Frances G. Hill


 

Meine Bewertung:(4/5)

König Auberon hat den Elfen seines Reiches die Magie untersagt. Deshalb sind alle in heller Aufregung. Elfen, die nicht mehr zaubern dürfen- das ist unverschämt! Die Elfe Alana genießt zunächst ein sorgloses Leben, bis eines Tages ihr Cousin Ivaylo auftaucht und bei ihnen wohnen soll. Ivaylos Eltern wurden als Verräter verdächtigt. Sie wsollen sich gegen den König verschworen haben. Nun sind sie weg. Keiner weiß, ob sie getötet oder eingespert wurden. Ivaylo verhält sich anfangs sehr verschlossen. Irgendwann öffnet er sich ein wenig der Alana. Er schleppt sie mit zu einem Schmied, dem Zwerg Sverre, und lässt Alana einen Sternenstein wie seinen eigenen machen, der ihr mehr Kraft und Energie geben soll. Doch so leicht ist es nicht, einem Elfen ein Stück Zwergenmagie aufzubinden. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ivaylo ist verschwunden. Als er nach Tagen wiederkommt, ist er nicht mehr wiederzuerkennen. Währenddessen entwickelt Alana ihre Fähigkeiten als Seherin und sieht eines Tages, dass es einen Anschlag auf den König geben wird, währenddessen alle vergnügt zusammen ein Fest feiern…

Der erste Pluspunkt des Buches ist für mich schon mal das Cover. Der verschnörkelte Titel und die fantasievolle Gestaltung des Deckblattes finde ich sehr schön. Somit ist es ein Schmückstück in jedem Bücherregal.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich ganz ok. Sie schreibt flüssig und stringent. Aber an einigen Stellen zieht sich die Geschichte mit unnötigen Beschreibungen (wie ich finde) in die Länge. Dadurch ermüdet der Leser leicht. An einigen Stellen fehlt es an Spannung. Doch wenn man sich durch ein paar langweiligere Seiten kämpft, wird man nach kurzer Zeit wieder in den Bann gezogen. Die Beziehung zwischen Alana und Ivaylo ist interessant und gut beschrieben.Die Gefühle der beiden kommen sehr gut rüber. Es macht Spaß, sich in die Personen hineinzuversetzen und mitzufiebern. Überhaupt sind alle Charaktere sehr ausdrucksstark.Der in sich gekehrte Ivaylo, das normale Elfenmädchen Alana, der kluge Lehrer Erramun…jede Figur zeichnet sich durch besondere Stärken und Schwächen heraus. Diese werden in dem Buch sehr deutlich, was ich super finde.

Die Kapitel sind nicht zu lang und nicht zu kurz. Die Geschichte ist hauptsächlich in der Perspektive des allwissenden Erzählers geschrieben. Am Ende von jedem Kapitel gibt es ein Abschnitt, der in der Perspektive von Munir, einem Gehilfen des Königs, geschrieben ist . Da Munir und Alana erste gegen Ende der Geschichte wirklich miteinander zu tun haben, verlaufen hauptsächlich zwei Geschichten nebeneinander. Die von Munir und dem König und die von Anana und Ivaylo.

Der Verlauf der Geschichte ist sehr überraschend. In dem Buch gibt es immer wieder Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen habe. Auf einmal passieren in der Geschichte Sachen, die man so überhaupt nicht erwartet hätte. Ebenso überraschend ist für mich auch das Ende, das genauso unvorhersehbar für mich ist.

Die Namen, die in der Geschichte vorkommen, sind alle sehr übertrieben märchenhaft, was aber gar nicht unbedingt so schlimm für den Leser ist. Denn durch dieses Übertriebene kann der Leser sich noch besser in die Geschichte hineinenken und in der Elfenwelt verweilen.

Alles in allem ist das Buch sehr schön geschrieben. Zum schmökern, mitfiebern und träumen.

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