Ohne.Ende.Leben.


     (4/5)

Der Roman „Ohne.Ende.Leben.“ von Libba Bray handelt von dem 16jährigen Cameron Smith, der an der unheilbaren Krankheit Creutzfeldt-Jakob leidet. Er liegt im Krankenhausbett, wohlwissend, dass er bald sterben wird. Plötzlich taucht ein Engel namens Dulcie auf. Sie hat pinke Haare, Springerstiefel und schickt Cameron auf eine Reise. Zusammen mit seinem kleinwüchsigen Krankenhausbettnachbarn Gonzo soll er den geheimnisvollen Dr. X finden. Dr. X ist der einzige Mensch, der Cameron heilen kann. Außerdem soll er Dr. X dazu bringen, das Wurmloch zu schließen, das dieser geöffnet hat. Denn aus dem Wurmloch kommen böse Geschöpfe auf die Erde, die das Leben und das Universum zerstören werden, wenn sie nicht früh genug aufgehalten werden. So begibt sich Cameron mit Gonzo auf eine abenteuerliche Reise. Sie sollen nach versteckten Zeichen Ausschau halten und immer schön „der Feder folgen“. Dabei erleben sie aufregende Sachen. Angefangen von der Flucht aus dem Krankenhaus geht es dann weiter in ein Cafe, wo sie einen längst für tot erklärten Musiker treffen. Sie gestatten einem Haus, in dem alle Menschen glücklich sein müssen, einen Besuch ab und sie erwirtschaften ein Auto. Auf ihrer Reise treffen sie auf Balder, ein nordischer Gott, der in die Gestalt eines Gartenzwerges verwandelt wurde. Doch als einige Typen Balder klauen, setzen se alles daran, ihn zurückzuholen. Und das ist nicht das einzige Problem, das Cameron Sorgen macht. Die Polizei ist hinter ihm und Gonzo her. Sie sollen angeblich „Terroristen“ sein und sind für das verantwortlich gemacht worden, was die bösen Geschöpfe (Feuerriesen) aus dem Wurmloch angerichtet haben. Camerons Gesundheit wird immer schlechter. Und dann wird Dulcie, die ihre Begeiterin und Freundin ist, auch noch entführt. Kann Cameron da noch rechtzeitig Dr. X finden?

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie schreibt so ungezwungen und leicht. Selbst die Danksagung ist lustig zu lesen. Das Buch ist aus der Perspektive von Cameron geschrieben. Die Sprache ist eine Jugendsprache. An manchen Stellen finde ich, dass zu viel Jugendsprache benutzt wurde. Das war dann des Guten zu viel. Doch andererseits ist das Buch auch sehr philosophisch und somit ergänzen sich die Stile perfekt. Es ist ein Buch, bei dem ich wirklich mitten im Geschehen war. Wenn Cameron schwindelig war, so war mir auch schwindelig. Wenn er Angst hatte, so hatte ich auch mitgefiebert. Ich wollte einfach wissen: Was passiert als nächstes? Manchmal verschwimmt die Welt in der Geschichte. Dann weiß man nicht mehr, was real ist und was nicht. Ich glaube, dass das eine Absicht von der Autorin ist.

Das Cover hatte mich am Anfang eher wenig angesprochen. Man erkennt einen Planeten im Vordergrung, auf dem ein Schild mit einem Rind zu sehen ist. Ein Auto saust durch das Universum. Im Hintergrund sind weitere Planeten und Sterne. Doch eigentlich spielt so gut wie die ganze Geschichte auf der Erde ab und nicht auf fremden Planeten.

Das Buch ist sehr tiefsinnig. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten in das Buch reinzukommen, habe ich es zu Ende gelesen und es nicht bereut. Es ist ein Buch mit vielen Emotionen und einem sehr erstaunlichem Ende. Alles in allem ist es, wie ich finde, ein sehr lesenswertes Buch für Kinder ab 12.

Allgemeines:

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248793
  • ISBN-13: 978-3423248792
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s