Wie ein Flügelschlag


Als Jana ein Stipendium für ein sehr bekanntes Sportinternat bekommt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Während sie ihrer großen Leidenschaft, dem Schwimmen, nachgehen kann, lernt sie eine Freundin kennen. Melanie Wieland. Umso bestürzter ist sie, als sie von dem Mord an jene erfährt. Doch wie ist sie tatsächlich gestorben? War es bloß „Herzversagen“? Zusammen mit Mika, Melanies Bruder, versucht Jana, dem wahren Grund für Melanies Tod herauszufinden und kommen dabei so manch einem Geheimnis auf die Schliche.

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das erste Kapitel handelt von dem Auffinden von Melanies Leiche. Danach wird ein Sprung in die Vergangenheit gemacht, so das der Leser die letzten Wochen vor Melanies Tod verfolgen kann. Später begeben sich Jana und Mika auf eine spannende Suche nach Melanies Todesursache.

 

Jutta Wilke schreibt spannend und lebendig. Durch das spannende erste Kapitel war ich schon nach den ersten Seiten völlig in der Geschichte drin. Die Umgebung und die Landschaften in der Geschichte sind sehr lebhaft beschrieben. Man kann förmlich den klassischen Chlorgeruch im Schwimmbad riechen. Vor dem inneren Auge spielt sich während dem Lesen ein ganzes Kino ab. Ich finde es immer toll, wenn Autoren es schaffen, dem Leser einen richtigen Gedankenfilm zu bieten. Nach dem super Einstieg in die Geschichte geht es aber erstmal weniger spannend weiter. Die Vorgeschichte, die vor dem Mord geschieht, nimmt fast die Hälfte der Seiten im gesamten Buch ein. Zwar ist der Schreibstil weiterhin flüssig und gut zu lesen, jedoch verpufft die Begeisterung nach und nach, da dieser Teil einfach zu lange geht. Wenn Jana und Mika, die sich sehr gut verstehen, zusammen Melanies Tod genauer untersuchen wollen, kommt die Geschichte wieder richtig in Schwung. Die Hinweise, auf die sie stoßen, sich sehr geschickt in die Geschichte eingebaut. Die zarten Gefühle, die Jana für Mika empfindet, gut in den eigentlichen Inhalt verflochten.

 

Durch die Erzählung aus Janas Sicht konnte ich mich beim lesen gut in sie hineinversetzen. Nach und nach wurde ich fast zu einer zweiten Jana und habe die Außenwelt vergessen, um endlich zu wissen, warum Melanie sterben musste. Besonders die Figur Mika finde ich gut getroffen. Seine Gefühle, seine Gedanken und seine Taten werden sehr genau und detailliert beschrieben. Er wirkt symphatisch und man hat Mitleid für ihn, weil er seine geliebte Schwester verloren hat.

 

Alles in allem ist „Wie ein Flügelschlag“ ein wunderschönes Jugendbuch zum mitfiebern.

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