Die Zeit der Wunder


(5/5)

Das Buch „Die Zeit der Wunder“ beschreibt das Schicksal eines Flüchtlings, der mit 20 Jahren schon mehr als die meisten Menschen seines Alters erlebt hat.

Blaise Fortune flüchtet mit Gloria von einem Ort zum andern. Am Anfang der Geschichte ist Blaise ein kleiner Junge aus Frankreich. Er lebt mit Gloria in Kaukasus, wo Krieg herrscht. Gloria ist die Frau, die Blaise adoptiert hat. Sie erzählt ihm immer Geschichten über seine Vergangenheit. Sie erzählt ihm auch, dass er Koumail genannt werden soll. Koumail-das ist sein Name, den alle Menschen hier für richtig halten. Niemand weiß, dass er in wirklichkeit Blaise heißt und aus Frankreich stammt. Der Krieg in Kaukasus wütet schrecklich und die Flüchtlinge ziehen immer weiter. Schließlich wollen Gloria und Blaise nach Frankreich gehen, wo Blaise seine wahre Mutter Jeanne Fortune finden will. Doch sein Versteck im Vietransporter, womit er die Grenze überqueren wollte, fliegt auf. Gloria, die eigentlich im Fahrerhäusschen sitzen sollte, ist verschwunden. So landet Blaise in einem Flüchtlingsheim für Kinder. Mehrere Jahre lang ist er dort. Er geht dort zur Schule, lernt Französisch und findet die Liebe seines Lebens: Prudence. Doch all die Jahre lang vermisst er Gloria. Außerdem will er endlich seine Mutter finden. Als er volljährig wird, bekommt er einen französischen Pass und sucht Gloria. Doch wo wird seine Suche enden?

Der Inhalt der Geschichte ist sehr ergreifend, doch dies ist nicht der alleinige Grund für meine Sympathie an diesem Buch. Die Geschichte wird aus der Sicht von Koumail beschrieben. Ich habe mit ihm gefühlt und mit ihm gedacht. Die Geschichte ist so ergreifend, seine Gedanken sind so warm, dass es einfach ein lebendiges Buch ist. Die Geschichte ist gegen Ende sehr spannend, sie ist sehr flüssig geschrieben und nicht langweilig. Dabei wäre dieses Buch auch schon total gelungen, allein aufgrund der wunderschünen Sprache. Auf jeder Seite des Buches kann man die Liebe der Menschheit spüren, aber auch Hass, Trauer, Kummer. Doch ein Gefühl begleitet mich das ganze Buch über, nämlich die Hoffnung.

Es ist ein Buch, bei dem einen sehr warm ums Herz wird. Ich kann es nur empfehlen. Diese Geschichte ist sicherlich nicht für alle Menschen interessant. Hier kommen weder sprechende Tiere, blutrünstige Monster oder glitzernde Elfen vor. Es ist aus dem Leben gegriffen. Aus einem Leben, das für uns unvorstellbar ist. Ein fernes Leben, dass in diesem Buch an unsere Herzen dringt.

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3 Gedanken zu “Die Zeit der Wunder

  1. Michael Petrikowski schreibt:

    Die Autorin Anne-Laure Bondoux wird für den Roman mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2012 ausgezeichnet.

    In der Begründung der Jury heißt es: “Das Buch zeigt ein hohes literarisches Niveau, das die Thematik der Migration und der Flüchtlingsproblematik in hervorragender Weise widerspiegelt”

    Die Preisverleihung findet am 12. November 2012 in Essen statt.

  2. Rose schreibt:

    Hehe..nochmal^^
    Danke für deinen Kommi :3
    Also das klingt hier ja sehr interessant. Nur bin ich normalerweise nicht so Reallife-Roman-Fan ^^
    Aber ich merk’s mir, falls jemand fragt :O

    vlg
    Rose

    • Buchheldin schreibt:

      Hey,

      jaa, Reallife ist manchmal einfach so…real, was?^^ Aber bei diesem Roman fand ich es trotzdem schön, weil es irgendwie einem so berührt. 🙂 Liebe Grüße und Frohe Ostern!

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