Die Vermessung der Welt


(2/5)

Alexander von Hunboldt und Carl Friedrich Gauß sind zwei Wissenschafter, die Großes vollbracht haben. In „Die Vermessung der Welt“ geht es um die Leben der beiden Menschen und um die Erfolgsmomente und Leidensgeschichten. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Gauß und Humboldt. In chronologischer Reihenfolge erfährt der Leser Fakten zu den Kindheiten, der Ausbildung, den Werken und Expeditionen und dem Liebesleben der jeweiligen Person. Daniel Kehlmann ist bekannt für seinen tiefgründigen Humor. So wurde auch „Die Vermessung der Welt“ als humorvolles Buch geschrieben. Meiner Meinung nach hält sich der Humor in Grenzen. Das Buch ist nicht sonderlich spannend und auch nicht sonderlich lustig. Es ist einfach ein Buch über das Leben von Humboldt und Gauß, zwei Biografien zusammen verpackt. Der Schreibstil ist sehr ermüdend. Die teils sehr langatmigen Beschreibungen schwächen die Spannung und die Neugier. Es werden viele wissenschaftlichen Fachausdrücke verwendet. Die Experimente und Messungen, die die beiden Forscher ausführen, werden bis ins Detail ausgeführt und beschrieben. Immer wieder bekommt der Leser dadurch das Gefühl, in einem Fachmagazin zu blättern. In dem ganzen Buch taucht keine wörtliche Rede auf. Dadurch erschafft Kehlmann eine gewisse Distanz zu dem Leser. Zuerst ist dieser Schreibstil sehr ungewohnt, aber nach und nach gewöhnt man sich dran. Durch dauerhafte Verwendung der indirekten Rede wird allerdings nicht immer klar, was die Figuren nur denken und was sie sagen. Die von Kehlmann geschriebene Biografien enthalten außerdem schlichtweg mehrere Fehler. Gauß hat zum Beispiel die Entdeckung der Konstruktion des regulären Siebzehnecks nicht in Göttingen, sondern in Braunschweig gemacht. Ebenso ist seine Tochter Wilhelmine ist nicht nach Minna, seiner zweiten Frau benannt worden, sondern nach Wilhelm Olbers, dem Entdecker des zweiten Planetoiden. In dem Buch sind mehrere solcher Fehler, was zeigt, dass Kehlmann nicht gründlich recherchiert hat. Dieses Buch war nichts für mich.

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2 Gedanken zu “Die Vermessung der Welt

  1. Ada Mitsou schreibt:

    Als „Die Vermessung der Welt“ in aller Munde war, habe ich es mit dem Hörbuch versucht, bin allerdings trotz mehrmaliger Anläufe nicht weit gekommen. Über den Inhalt als solchen kann ich also nicht viel sagen, doch genau wie du fand ich die Handlung sehr dröge erzählt, sodass sie mich nicht fesseln konnte und ich das Hörbuch irgendwann gelangweilt beiseite gelegt habe.

    • Buchheldin schreibt:

      Heey,

      ich finde das Buch auch zum Gähnen. Ich habe es nur zu Endne gelesen, weil es Schullektüre war und ich es somit beenden musste. 😉 Aber ich verstehe echt nicht, warum alle das Buch so loben…

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