*Rezension* Starters


(5/5)

Callie lebt in einer Welt, in der nur noch sehr junge Menschen und sehr alte Menschen existieren. Ein Sporenkrieg hat alle anderen Menschen getötet, darunter auch Callies Eltern. Um Geld für ihren kranken Bruder Taylor beschaffen zu können, vermietet sie ihren Körper an die Body Bank. Die Body Bank funktioniert so: Du leihst einem alten Menschen (einem Ender) deinen Körper, sodass der sich wieder für eine gewisse Zeit jung fühlen kann. In der Zwischenzeit wirst du in eine Art Schlaf versetzt. Wenn die Mietzeit um ist, bekommt du eine große Summe Geld.

 

Verführt von der Aussicht auf die Bezahlung lässt sich Callie auf das Angebot ein. Sie wird für drei Buchungen gemietet. Doch bei der dritten Buchung geht etwas schief und sie erwacht vorzeitig in einem fremden Club. Dort verliebt sie sich in den jungen Blake, der verführerisch und geheimnisvoll ist. Doch was ist hier los? Warum schläft sie nicht? Als Callie plötzlich in ihrem Inneren die Stimme ihrer dritten Mieterin hört, wird das Chaos perfekt. Und dann bekommt Callie einen Mordauftrag…

 

„Starters“ hat eigentlich keine 400 Seiten. Und doch war es für mich auf dem ersten Blick ein dicker Schmöcker, sodass ich ziemlich lange zögerte, bis ich mich aufraffte und das Buch zur Hand nahm. Nach den ersten dreißig Seiten war mein Gedanke:

 

Warum habe ich diese Buch nicht früher gelesen?!

 

Diese Geschichte enthält Spannung und Action auf jeder Seite. Von Anfang an war ich versunken in der Welt von Callie und Taylor. Aus der geplanten Lesestunde wurden fünf, sechs, Lesestunden am Stück. Ich hatte das Buch in anderthalb Tagen durchgelesen und ich war, ich bin begeistert.

 

Spätestens seit Panem wimmelt es auf dem Markt nur so von Dystopien. Ich habe schon ziemlich viele Bücher dieser Art gelesen, denn seit Panem kann ich nicht mehr genug vo Endzeit-Romanen bekommen. Jedoch muss ich sagen, dass diese Bücher immer weniger originell erscheinen. Doch Lissa Price hat mit ihrer tollen Idee und dem brillanten Schreibstil geschafft, „Starters“ von den anderen Geschichten dieser Art hervorzuheben. Sie beschreibt eine düstere Welt nach einem Biowaffen-Anschlag. Eine schreckliche Dystopiewelt, und doch so mitreißend geschrieben, dass ich beim lesen aufpassen musste, nicht von den Buchseiten ins Geschehen hineingesogen zu werden.

 

Ich empfand von Anfang an Symphathie für Callie. Sie ist eine mutige Kämpferin und ihre Hingabe für ihren Bruder kann einfach niemanden kalt lassen. Aber sie ist auch ein ganz normaler Mensch, macht ihre Fehler und hat ihre Schwächen. Das macht sie besonders glaubhaft.

 

Blake hingegen ist ein mysteriöser Junge, zu dem sich Callie wie magisch angezogen fühlt. Doch irgendwie birgt er ein Geheimnis und ich war einfach sprachlos, als dieses ans Licht trat.

 

Es hat mich überrascht, wie schnell sich Callie in Blake verliebt hatte. Für meinen Geschmack ging das ein wenig zu schnell.

 

Doch dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt in der insgesamt sehr interessanten Geschichte. Die Handlung ist voll von überraschenden Wendungen.

 

Das Cover wirkt auf dem ersten Blick eher unscheinbar, doch wenn man die Geschichte gelesen hat und sich das Cover nochmal anschaut, kann man nur sagen, dass es genial ausgewählt ist. Man sieht die Umrisse von dem Gesicht eines jungen Mädchens, doch das „wahre“ Gesicht bleibt im Dunkeln. So weiß man nicht, mit wem man es zu tun hat. Handelt es sich wirklich um die junge Frau? Oder steht dir in Wahrheit eine alte Greisin gegenüber, die den Körper eines Mädchens gemietet hat?

 

Spannender und abenteuerlicher kann eine Geschichte einfach nicht sein.

 

Lissa Price hat mit ihrem Debütroman einen Volltreffer gelandet. Ich freue mich schon auf Teil 2, das im November erscheint!

 

Neugierig? Hier kann man sich das Buch bestellen.

 

Vielen lieben Dank an den ivi-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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10 Gedanken zu “*Rezension* Starters

  1. EyeLin schreibt:

    Ah toll. Genau bei dem Buch hab ich überlegt, ob ich es lesen soll. Ich war da wirklich unsicher. Aber du bist ja wirklich begeistert und es klingt sehr spannend. Also wenn ich wieder mehr Zeit hab und meine aktuelle Leseliste durch hab, werd ich bestimmt auf dieses Buch zurrückkomen.

      • EyeLin schreibt:

        Hey!
        Ich wollte mich mal wieder melden (verfolge deinen Blog täglich, auch wenn meine Kommis ein bisschen selten sind – sorry). Also auf jeden Fall hab ich mir „Porträt eines Starters“ auf den E-Reader geladen, um mal einen Einblick in den Schreibstile zu bekommen (weil es kostenlos war). Und das klang ziemlich interessant. Und nun hab ich mir Starters gekauft und gestern angefangen zu lesen – bin wirklich gespannt, ob ich deine Begeisterung teilen kann 🙂

      • Buchheldin schreibt:

        Oh wie cool, ich bin gespannt, wie es dir so gefällt! „Portrait eines Starters“? Ist das so etwas wie ne Leseprobe?

        Ich finde es toll, dass du ab und zu Kommis hier hinterlässt. Das macht mich glücklich. 😉

      • EyeLin schreibt:

        Nein, das ist keine Leseprobe. Eher etwas wie ein „Zusatz“ mit wenigen Seiten. Es ist aus Michaels Sicht geschrieben und es geht darum, dass er ein Porträt von Callie malt.
        🙂

      • EyeLin schreibt:

        So, also ich hab es nun durchgelesen.
        Von mir bekommt es jedoch 3 – maximal 4 Sterne. Ich finde die Idee mit der Bodybank super und auch logisch erklärt, insgesamt ist auch die Welt, in der die Geschichte spielt sehr interessant. Aber mir fehlt doch noch etwas mehr, also der „Alltag“ kommt mir zu kurz und Callie ist mir auch teilweise zu unnahbar. Besonders die Beziehung zu Blake entwickelt sich mMn viel zu schnell und sie lässt sich zu stark von ihm einwickeln. Eigentlich wirkt sie unheimlich tough und dann ist sie so naiv. Und das, obwohl sich doch gerade noch etwas zwischen ihr und Michael entwickelte…

        Alles in allem schon spannend, aber das Ende geht mir irgendwie zu schnell. Also da, wo die Enders plötzlich alle überzeugt sind und einen Plan entwickeln und diesen dann umsetzen. Das ist so plump und einfach.
        Das mit Blake fand ich gut, hat mich zwar nicht sooo sehr überrascht, da ich etwas in die Richtung ahnte, aber dennoch kreativ. Ich finde es nur noch unrealistischer, dass Callie an ihm „festhällt“, wobei sie ihn doch im Endeffekt tatsächlich überhaupt nicht kennt. Es ist, wie als müsste sie auch mit Lee, Brionna (oder wie die hieß^^) usw. befreundet sein. Ist sie aber nicht, weil sie die Körper zwar kennt, aber nicht die Charaktäre. Also wieso dieses Verbundenheitsgefühl zu einem Blake, den sie doch überhaupt nicht kennt?
        Und zu guter Letzt: Michael. Die Beziehung zwischen den beiden nach dem Wiedersehen ist mir viiiiiel zu oberflächlich. Sie standen sich so nah, sowas endet doch nicht einfach. Wieso sollte er nicht bei Callie und Taylor leben wollen? Stolz ist für mich da kein Argument und wieso geht sie am Ende nicht zu ihm. Er ist ihr bester, engster Freun und sie entscheidet sich für einen Fremden? Kann ich nicht nachvollziehen…

        Achso, eins noch: Der Oldman ist mir doch ein bisschen zu abgehoben, aber vielleicht erklärt sich das im zweiten Teil ja und macht ihn realistischer.

        So, jetzt wurde das doch länger als ich wollte. Sorry 😀

      • Buchheldin schreibt:

        Wohoooow, danke für diese ausführliche Rezension! 🙂

        Ich finde es auch ziemlich komisch, dass Callie Blake so schnell vertraut. Aber die ganze Geschichte ist einfach meiner Meinung nach sooo toll gemacht, dass das gar nicht sooo sehr stört. 😉

        Ich bin gespannt auf Teil 2…auf den wir ja nun leider, leider noch warten müssen…

  2. Cadiz schreibt:

    Eine sehr schöne Rezi!
    Ich kann alles unterschreiben! 🙂
    Genau diesen Satz: „Warum habe ich diese Buch nicht früher gelesen?!“ habe ich auch nach dem Lesen gedacht! So ein tolles Buch, wo man hinterher mehr als glücklich ist, es gelesen zu haben, sonst hätte man wirklich was verpasst, oder?
    liebe Grüße♥

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