*Rezension* MÉTO Das Haus


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64 Jungen leben in dem Haus, ohne zu wissen, wie sie hingelangt sind. Zwar sind die Lebensbedingungen nicht wirklich schlecht, jedoch dürfen die Bewohner des Hauses das System nicht kritisieren oder infrage stellen. In dem Haus herschen strenge und merkwürdige Regeln, wer sie bricht, wird strengstens bestraft. Nach und nach bahnt sich eine angespannte Stimmung im Haus auf. was hat es mit den ganzen Vorschriften auf sich? Wohin gehen die Jungen, wenn sie aus dem Haus verbannt werden? Und vor allem. warum sind sie hier? Schließlich beschließt der Junge MÉTO gemeinsam mit seinen Freunden, einen Weg in die Freiheit aufzusuchen. Aber wer gehört überhaupt zu seinen Freunden?

 

 

Die Dystopie klang am Anfang wirklich interessant! Nichtsahnende Jungen, die in einem Haus festgehalten werden. Streng geplante Tagesabläufe, merkwürdige Personen, brutale Bestrafungen. Ich wollte wissen, was es mit der ganzen Sache auf sich hat. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

 

Vielleicht liegt es an dem Sprecher Rainer Strecker, der die Geschichte von Méto und Co erzählt. Kommt es mir nur so vor oder liest er alle, und zwar wirklich ALLE Figuren mit der gleichen, monoton klingenden Stimme? Ist das Absicht? Gehört das irgendwie zum Stil der Geschichte dazu? Oder hat der Erzähler einfach vergessen, seine Stimme jeweils für die  verschiedenen Figuren zu verstellen? Ich jedenfalls konnte mich mit dieser Erzählweise überhaupt nicht anfreunden. Durch die absolut gleichen Tonlagen ist es mir schwergefallen, einzelne Figuren aufeinanderzuhalten, was das Hörerlebnis natürlich erheblich einschränkt.

 

Und dazu kommen noch die ganzen Namen der Aufpasser, die einfach merkwürdig sind…Cäsar Eins, Cäsar Zwei, Cäsar Drei…so werden die Menschen genannt, die die Jungen bewachen und dafür sorgen, dass alles im Haus richtig läuft. Doch welcher der ganzen „Cäsars“ hat denn nun noch mal was gesagt? Ich verstehe nicht, warum man den Aufsehern die gleichen Namen mit einer Nummer hintendran gebeben hat. Oft kam ich mit all den Cäsaren durcheinander, wusste nicht mehr, wer was getan hat und zu welchem Cäsar Méto wie steht.

 

Die einzelnen Charaktere werden nur oberflächlich beschrieben. Dem Autor lag offenbar mehr daran, möglichst viel Inhalt in die Geschichte zu packen, und so hat er es vesäumt, die Gefühle und Gedanken der Figuren näher zu erläutern. Aus diesem Grund konnte ich leider keine richtige Verbundenheit zu den Charakteren aufbauen.

 

Und dann sind da noch die ganzen merkwürdigen Regeln und Ordnungen im Haus. Zum Beispiel ist da die Vorschrift, dass man beim Essen unbedingt so und so oft kauen muss, bevor man den Bissen hinunterschlucken darf. Aber warum ist das so? Und sobald man gegen eine Regel verstößt, kann man mit dem Ohrfeigenkreis bestraft werden. Dazu setzen sich alle zu bestrafenden Jungen in einem Kreis und geben sich gegenseitig Ohrfeigen. Diese Regeln und vieles andere an dem Haus finde ich einfach…merkwürdig. Umso unbefriedigender ist es, dass ich auf all meine Fragen nach dem Hören immer noch keine Antworten weiß.

 

Vielleicht mag es daran liegen, dass „Méto“ von den Medien so gelobt wurde und meine Erwartungen dementsprechend zu hoch waren. Leider ist die Geschichte nichts für mich. Die weiteren Bände werde ich nicht mehr lesen oder hören.

 

Neugierig? Hier kann man sich das Hörbuch bestellen.

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