*Rezension* Schattenspieler


(3/5)

Der jüdische Junge Leo muss nach einem Bombenangriff aus seinem bisherigen Versteck fliehen. Durch Zufall begegnet er Friedrich, der ebenfalls ins Visier der Nazis geraten ist. Sie freunden sich an und erfahren von einem wertvollen Schatz, der irgendwo in Berlin versteckt ist. Zusammen wollen sie den Schatz, bestehend aus 28 Kisten mit einem geheimen Inhalt, finden und gehen auf eine gefährliche Suche…

 

 

Eine Schatzsuche in den letzten Tagen des Weltkrieges? Klingt interessant!

 

Dieser historische Jugendbuchroman ist eine schöne Idee, jedoch fiel mir der Einstieg in die Geschichte etwas schwer.

 

Der Autor Michael Römling, der Geschichte studiert hat, weiß, wovon er schreibt. Seine Beschreibung von Berlin in den letzten Tagen des Krieges ist sehr detailliert, an manchen Stellen ist die ausgefeilte Darstellung jedoch wiederum für meinen Geschmack „too much“. Die ein oder andere Beschreibung dieser und jener Straße hätte er ruhig auslassen können.

 

Es dauert ein Weilchen, bis man in der Geschichte drinsteckt. Die Kapiteln sind kurz und abwechselnd in diversen Perspektiven von Personen geschrieben, die sich an verschiedenen Orten aufhalten. So erfährt man zum Beispiel einen kurzen Einblick in Leos Lage und kurz danach handelt es sich im nächsten Kapitel um einen Nazionalsozialisten namens Sommerbier, welcher ein Versteck für den wertvollen Schatz sucht.

 

Die Schatzsuche an sich ist aufregend und ein kleines Abenteuer. Bis Leo und Friedrich jedoch Freunde werden und sich auf Schatzsuche machen, muss man sich durch die ersten zweihundert Seiten lesen. Teilweise etwas langatmig. Ich fragte mich beim Lesen die ganze Zeit, wann denn nun die Spannung kommen würde. Gegen Ende war diese dann endlich da, ein echter Pageturner ist „Schattenspieler“ jedoch vorne wie hinten nicht.

 

Michael Römling  hat eine Geschichte geschrieben, die auf die Handlung fixiert ist. Was Friedrich und Leo denken und was sie fühlen kommt oftmals zu kurz.

 

Das Cover von „Schattenspieler“ ist grandios. Echt, da hat sich der Coppenrath-Verlag etwas ganz, ganz Tolles einfallen lassen. Man sieht auf dem transparenten Schutzumschlag den Schatten eines Jungen mit dessen Schatten. Nimmt man den Schutzumschlag ab, kommt eine Straßenkarte von Berlin zum Vorschein.

 

„Schattenspieler“ begeistert viele Bücherfans, was ich an all den positiven Rezensionen gemerkt habe. Ich persönlich finde die Geschichte mit all seinen Ecken und Kanten weder atemberaubend gut noch grottenschlecht. Kann man lesen, muss man aber nicht.

 

Neugierig? Hier kann man sich das Buch bestellen.

Vielen Dank an den Coppenrath-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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2 Gedanken zu “*Rezension* Schattenspieler

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