*Rezension* Sternenfeuer-Vertraue Niemandem


(5/5)

Die beiden Raumschiffe Empyrean und New Horizon sind auf einer alles entscheidenden Mission. Zusammen sind sie auf dem Weg zum Planeten New Earth, wo sie sich eine neue Existenz aufbauen wollen. Die Hoffnungen der Menschheit auf dem zerstörten Planeten Erde liegen in diesen beiden Schiffen.

Nachdem die New Horizon überraschend ihr Schwesterschiff Empyrean angegriffen hat und alle Erwachsenen entführt hat, übernimmt der junge Kieran an der Empyrean das Kommando. Zusammen mit den anderen Kindern versuchen sie, die New Horizon aufzuholen und die Eltern der Kinder zurückzuholen. Kierans Rivale Seth sitzt derweil in der Brig, im Schiffsgefängnis, wo er für vergangene Taten büßt. Doch dann geht die Zellentür von Seth urplötzlich auf und er kommt frei.Wer hat ihn gerettet? Für kurze Zeit wiegt er sich in Sicherheit, doch dann erfährt er, dass die Technik auf der Empyrean aus dem Ruder läuft…Hauptverdächtigter Nummer 1: Seth. Wer hat ihn befreit, um ihn als Sündenbock für die Missgeschicke hinzustellen? Nach und nach ist sich Seth sicher, dass an Bord ein blinder Passagier rumläuft und sein Unwesen treibt…Fest entschlossen, ihn ausfindig zu machen und seine eigene Unschuld zu beweisen, macht er sich auf die Suche nach dem Unbekannten…und bringt sich dabei selbst in Lebensgefahr…

 

Wie beschreibt man ein Buch, das man innerhalb weniger Tage verschlungen hat? Ein Buch, das man überall mitgenommen hat?Ein Buch, das einen gefesselt hat? Spannend? Abenteuerlich? Überragend? Der zweite Band der Sternensaga (Rezi zu Band eins–> hier entlang)  kann mit all diesen Adjektiven beschrieben werden…und doch kommen die Wörter dem Wert der Geschichte nicht gerecht. „Sternenfeuer- Vertraue Niemandem“ ist MEGASPANNEND von der ersten bis zur allerletzten Seite. Wirklich. Ich dachte noch, ich lese nur mal kurz in die Geschichte rein, aber dann war es um mich geschehen. Ich las und las und konnte einfach nicht mehr aufhören.

 

Amy Kathleen Ryan schreibt grandios. Sie benutzt die richtigen Wörter und erschafft ein Kopfkino vor dem inneren Auge des Lesers, das realistischer wirkt als jeder teure 3D-Film.

 

 „Sternenfeuer“ ist nicht irgendein 08/15-SciFi-Roman , in dem im All in Raumschiffen gegeneinander gekämpft wird. „Sternenfeuer“ enthält natürlich viel Action und Kampf, aber auch eine Riesenportion Gefühl ist in dieser Geschichte zu finden. Da ist Waverly, die einst mit Kieran, dem Anführer der Empyrean, zusammen war. Doch sie haben sich auseinandergelebt . Waverly ist mit dem, was Kieran tut, nicht zufrieden und stellt sich sogar gegen ihn. Eine traurige Wende eines einst so süßen Paares. Und dann ist da noch Seth, der Rivale von Kieran. Er ist unsterblich in Waverly verliebt, doch seine Hoffnungen stehen schlecht. Kieran ist ein angesehener Anführer. Und was ist Seth? Nichts als ein Geächteter.

 

Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass man nie weiß, wer denn nun der Gute und wer der Böse ist. Hier kämpft kein guter Harry gegen den bösen Voldemort. Kein Batman gegen Joker. Der Leser weiß, dass Anna Marther, Anführerin der New Horizon, die Erwachsenen von der Empyrean entführt hat. Sie hat auch dafür gesorgt, dass man den Mädchen der Empyrean gewaltsam Eizellen stiehlt und diese dann in Leihmüttern auf der New Horizon verpflanzt, da alle Frauen auf der New Horizon von Natur aus keine Kinder erzeugen können. Sie wird zunächst als böse Figur der Geschichte dargestellt. Doch dann kommt Kieran einem düsteren Geheimnis des ehemaligen Kapitäns der Empyrean auf die Spur und sofort wendet sich die Geschichte. Ist Anne Marther nun etwa doch nicht so böse, wie sie zu Beginn wirkte? Das gleiche Spiel gilt auch bei den Migliedern der Empyrean. Kieran wird von vielen als Held und Retter gefeiert. Aber dann lässt er seine politischen Gegner ohne Gerichtsverfahren in die Brig werfen. Waverly ist mutig und entschlossen. Sie ist von kämpferischer Natur und selbstbewusst. Doch als es darum geht, Informationen über den genauen Aufenthaltsort ihrer Eltern zu erhalten, verlässt sie ihre Menschlichkeit und ist zu unfassbar grausamen Taten fähig.

 

Das ist etwas, was ist sehr an diesem Roman zu schätzen weiß. Die Charaktere sind keine geschliffenen Diamanten. Sie alle haben ihre Macken, ihre Ecken und Kanten. Alle machen Fehler, fügen anderen Menschen Schaden zu. Die Charaktere haben Gefühle. Sie lachen und weinen, sind hoffnungsvoll oder enttäuscht, agressiv oder ruhig. Die Charaktere leben. Die Geschichte lebt.

 

Das Ende der Geschichte deutet den weiteren Verlauf der Mission an. Ich bin schon total gespannt auf den dritten Band!

„Sternenfeuer-Vertraue Niemandem“ ist ein galaktischer Treffer ins Schwarze. Unbedingt lesen!

 

Neugierig geworden? Hier kann man sich das Buch bestellen.

Vielen Dank an den Knaur-Verlag für dieses wunderbare Werk!

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22 Gedanken zu “*Rezension* Sternenfeuer-Vertraue Niemandem

  1. Charlousie schreibt:

    Ich werde es auch bald lesen und deine 5 Sterne lassen mich ja jetzt Großes hoffen! 🙂
    Liebe Grüße, ich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest und einen GUTEN RUTSCH,
    Charlousie

  2. Martina Bookaholic schreibt:

    Ach nein, bin schwer am nachdenken ob ich mir mit dem Geld die Vorbestellung für ‚LOver at Last‘ von Ward leisten soll oder von Veronica Rossi den zweiten Teil, sowie von Göttlich verloren. Kann mich aber nur schwer entscheiden 🙂
    Nein, Moers ist glaub ich nichts für mich, aber dir wünsch ich viel Spaß mit dem Buch 🙂

  3. Martina Bookaholic schreibt:

    Klingt gut – dank dir kommt es nun wieder auf die Wunschliste! Das Buch ist bei mir so ein ‚eventuell-Buch‘, da ich mich einfach nicht entscheiden kann, ob ich es lesen soll oder nicht. Man hört nämlich so viele unterschiedliche Meinungen dazu.

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