*Rezension* Glits


 (2/5)

 

Was ist das bloß für ein seltsames Wesen, das da wie aus dem Nichts in Holland auftaucht? Ein Mensch? Ein Tier? Ein Außerirdischer? Ein Etwas aus einem Labor? Dieses Wesen, das Geräusche von sich gibt, die an den Gesang von Walen erinnern. Dieses Wesen, das die Regierungsorganisation unbedingt fangen möchte. Niemand kann das merkwürdige Wesen verstehen, das den Namen Glits bekommt. Fast niemand. Nur Jay und Rachel sind in der Lage, mit dem Wesen zu kommunizieren…und begeben sich kurzerhand mit ihm auf eine abenteuerliche Reise.

 

Dieses Buch ist merkwürdig. Merkwürdig und schräg. Als erstes springt einem das neonfarbene Cover ins Auge. Das orange des Covers ist sehr grell und auffällig, die Schrift ist groß. Die silbernen Buchstaben bilden den Titel „Glits“. Der Name des Autor sowie der Werbespruch auf der Rückseite erscheinen dem Leser verwackelt. Das Cover finde ich interessant, aber auch ziemlich hässlich, muss ich sagen.

 

Der Autor Robert Wolfe hat einen schönen Schreibstil. Er hält sich nicht mit allzu langen Beschreibungen auf, es sei denn, er beschreibt Glits. Glits, der eigentlich aussieht wie ein Mensch und doch keiner ist. Glits ist mit seinem merkwürdigen Verhalten ein einziges großes Fragezeichen. Die meisten Sätze sind kurz, so dass man sich nicht allzu sehr auf die Geschichte konzentrieren muss. Zudem schreibt Robert Wolfe metaphorisch und mit einer gewissen Leichtigkeit, so dass es nicht schwer fällt, die Geschichte in einem Rutsch durchzulesen. So weit, so gut.

 

Die Handlung an sich ist verwirrend. Auch nach dem Lesen sind einige Fragezeichen in meinem Kopf geblieben. Oder vielleicht ist dies ja genau Robert Wolfes Absicht? Dieses Glits so undurchschaubar und geheimnisvoll zu machen, damit niemand wirklich weiß, was er jetzt nun ist? Das Ende der Geschichte stellt mich nicht zufrieden, was mich ziemlich ärgert. Ja, wer oder was ist denn nun dieses Wesen? Eine Antwort wäre schön.

 

Mit Jay und Rachel hat der Autor zwei Jugendliche geschaffen, die ziemlich einseitig sind. Ihr Verhalten wiederholt sich, so meckert z.B. Rachel ständig über jede Kleinigkeit und sucht andauernd Streit mit Jay. Dieser ist ein Außenseiter und interessiert sich sehr für das merkwürdige Wesen. Jay und Rachel waren mir beim Lesen nicht gerade sympathisch. Ich habe gedacht, dass sie vielleicht im Laufe des Buches ihren Charakter etwas ändern, aber leider wurde ich enttäuscht. Die eintönigen und unsympathischen Figuren schufen eine Mauer zwischen mir und dem Roman, die ich leider nicht zerstören konnte.

 

„Aufwühlend…Rasant…Witzig“- Mit diesem Spruch wird auf der Rückseite des Romans für die Geschichte geworben. Rasant? Ein bisschen. Aber „aufwühlend“ oder „witzig“ finde ich „Glits“ eher nicht. Vielmehr ist die Geschichte verwirrend und zuweilen auch nervig.Wie schon gesagt. Die Handlung ist schräg. So wird zwar beschrieben, wie alle Welt das merkwürdige Wesen sehen möchte, wie die Presse mit allen Mitteln versucht, mehr über Glits zu erfahren, doch im Grunde weiß niemand, wer oder was Glits eigentlich ist. Und so stellte ich mir beim Lesen die Frage: Weiß es der Autor selbst eigentlich? Oder hat er einfach drauf losgeschrieben- ohne ein Konzept und ohne ein klares Bild von Glits?

 

„Glits“ ist ein Jugendbuch, das mehr Fragen offenlässt, als es beantwortet. Leider habe ich mich nicht mit der Geschichte anfreunden können.

 

Danke an BdB und dem Thienemann-Verlag für „Glits„!

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2 Gedanken zu “*Rezension* Glits

  1. Tricia V. Herman schreibt:

    Es gibt schon einige Ungereimtheiten in diesen Fall. Besonders das Blaue Blut macht mich stutzig. Selbst wenn es sich um ein menschenähnliches Wesen handelt, was gewisse Merkmale mit einen Amphib gleich hat, so ist es uns doch wirklich unwahrscheinlich das es blaues Blut hat. Bis auf Insekten dürften eigentlich alle Lebewesen normales rotes Blut haben. Vielleicht ist das blaue Blut aber als eine Schleimspur zu erklären, was logischer wäre, das es sich um ein anscheinend blaues Wesen handelte. Nebenbei erwähnt gibt es einige KryptoArchäologen die der Meinung sind, der Mensch hätte nicht in den Savanen seinen aufrechten Gang entwickelt sondern im Wasser. Was gar nicht so unwahrscheinlich ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Sollte dies wirklich so sein, so ist es möglich das es eine menschliche Linie gibt, die direkt im Wasser geblieben ist. So könnte man die Existenz von Meerjungfrauen und ähnlichen erklären. Zeitgleich wäre es auch eine Erklärung für dieses Wesen.

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