*Rezension* Göttlich verloren


 (2/5)

Helen hat es wirklich nicht einfach. Sie ist eine besondere Halbgöttin, die nachts in die Unterwelt hinabsteigen kann. Dort hat sie eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Sie ist auf einer Mission und muss versuchen, die Rachegöttinnen zu beruhigen, die so viel Feindseligkeit und Zwietracht zwischen den Götterfamilien sät. In der Unterwelt begegnet sie eines Tages einen mysteriösen Jungen, der ihr das Leben rettet. Der Junge heißt Orion und schon bald begegnen sich Helen und Orion auch in der realen Welt. Sie kommen sich näher, doch kann Helen wirklich einfach auf ihre erste große Liebe Lucas verzichten? Auch wenn Lucas und Helen miteinander verwandt sind? Und dann kommt noch ein Fremder ins Spiel, der es auf Helen abgesehen hat…

 

Der erste Teil der „Göttlich“-Saga hat mir richtig gut gefallen. Da ist es klar, dass auch Band zwei nicht lange auf sich warten lässt. Ich musste es lesen. Doch nach dem Lesen muss ich sagen, dass mir das Buch nicht ganz so gut gefällt, wie ich erhofft habe.

 

Die Geschichte beginnt spannend und man wird sogleich in die Welt von Helen und Lucas gesogen, so wie man es von Josephine Angelini kennt. Die ersten Seiten sind wirklich vielversprechend. Helen hat eine Mission. In der Unterwelt begegnet sie Orion. Helen und Orion, ja, das ist so ne Sache. Am Anfang ist es ja ganz süß, wie er sich um Helen kümmert. Orion, der ein wenig arrogant und überheblich wirkt, aber auch besorgt um Helen. Wie er Helen seine Jacke leiht. Wie er ihr das Leben rettet. Alles schön und gut. Doch schon bald stürzt sich Helen in eine Liebeskrise. Lucas oder Orion? Wen soll sie lieben? Lucas natürlich. Aber er ist ihr Cousin! Oder doch lieber Orion? Aber sie hat Schuldgefühle! Als ich Helens Gedanken mit verfolgt habe, war ich genervt. Wirklich. Die Geschichte hätte so schön sein können, aber musste diese Dreiecksgeschichte jetzt wirklich sein? An einigen Stellen hat der Roman starke Parallelen zu der Bis(s)-Reihe. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Handlungen und Gedanken von Helen und Lucas sind einfach so…durchschaubar!

 

Zudem kommt die Tatsache, dass die Geschichte der griechischen Götter ziemlich verwirrend ist. Wenn man sich zuvor noch nie wirklich mit der antiken Mythologie auseinandergesetzt hat, läuft man Gefahr, irgendwann die Handlung der Geschichte nicht mehr zu verstehen. Welches Haus kämpft jetzt gegen wen? Was hat diese oder jene Göttin bzw. dieser oder jener Gott nochmal mit dem Trojanischen Krieg gemein? Verwirrend…

 

Das Ende war dann wieder ganz nett und spannend. Doch insgesamt überwiegen leider die negativen Punkte. Schade! Hätte Josephine Angelini weniger Wert auf die Dreiecksbeziehung zwischen Helen, Orion und Lucas gelegt, wäre die Geschichte um Längen besser geworden.

 

So gibt es von mir nur zwei von fünf Herzen.

 

Wer möchte, kann sich das Buch aus dem Dressler Verlag hier bestellen.

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7 Gedanken zu “*Rezension* Göttlich verloren

  1. waldschraetin schreibt:

    Bei mir ist die Reihe nicht ganz so schlecht weggekommen (siehe Rezi), aber bei der Kritik gehe ich mit. Vor allem in Band 3 wurde vieles verschenkt und die griechischen Mythen nur noch ziemlich oberflächlich abgehandelt. Empfehlen kann ich die Reihe jedem, dem Band 1 auch gefallen hat, aber es verliert tatsächlich ein gutes Stück an Qualität!

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