*Rezension* Der Baeldin-Mord


 

 (3/5)

Caitlynn ist eine Vollstreckerin und wird eines Tages auf Schloss Baeldin gerufen. Eine Zofe wurde ermordet. Als fähige Ermittlerin hat Caitlynn nun die Aufgabe, die Hintergründe des Mordes aufzudecken und dem Mörder ein gerechtes Urteil zu geben. Doch warum wurde Sie überhaupt in diesen Fall hineingezogen, wo es doch viele andere Vollstrecker in der Nähe des Schlosses gibt? Schon bald stellt Caitlynn fest, dass hinter dem Mord der „einfachen“ Zofe noch viel mehr steckt.

 

117 Seiten hat das dünne Büchlein. Die Geschichte rund um Caitlynn habe ich in zwei Tagen durchgelesen und für gut befunden.

 

Das Cover sieht meiner Meinung nach zu blutig aus. Obwohl eindeutig Elemente eines Krimis in dem Roman enthalten sind, so kommt doch der magische Aspekt meiner Meinung nach viel deutlicher zum Vorschein.

 

Am Anfang habe ich nicht allzu viel von der Geschichte erwartet, doch dafür, dass das Cover eher unscheinbar aussieht und das Buch so dünn ist, ist die Geschichte doch ganz gut. Ich mag die Atmosphäre von Caitlynns Welt. Angelika Diem schreibt sehr bildhaft. Ihre Beschreibungen des Hofes, der Magie und selbst ihre Beschreibungen des Wetters sind genau richtig. Ich habe beim Lesen die Angst von Caitlynn empfunden und den erwähnten Schwall kalter Luft gespürt. Ich habe den Sturm vorbeiziehen sehen und die Verwirrung über den Mörder geteilt. Die Geschichte konnte mich in seinen Bann ziehen, was ich bei Romanen besonders wichtig finde. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, so waren die gut 100 Seiten auch schon umgeblättert. Spannung ist auf jeden Fall vorhanden.

 

Am Anfang ist die Spannung besonders groß, der Prolog fesselt den Leser. Ein Mord wird begangen. Der symphatische Jadon stirbt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird Jadon jedoch zunächst nicht mehr erwähnt. Der Sprung zwischen Vorspiel und dem eigentlichen Beginn der Geschichte ist etwas verwirrend, doch wenn man den ganzen Roman gelesen hat, weiß man, worum es geht.

 

Mit den Figuren der Geschichte konnte ich mich leider nicht anfreunden, was ist ziemlich schade finde. Caitlynn wirkte durchgehend unnahbar, ebenso wie die Personen am königlichen Schloss. Die Autorin konzentriert sich mehr auf die Handlung als auf die Charaktere der Figuren, was einen Teil der Authentizität der Story einbüßt. Es sind viele Personen vorhanden, doch die meisten Charaktere sind unausgereift. Was denken sie, wie denken sie, wonach handeln sie? Was sind ihre Wünsche, was mögen sie, wie ist ihre Zukunft? All diese Fragen habe ich mir beim Lesen gestellt- doch leider keine Antwort bekommen. Es ist immer schade, wenn man sich nicht mit den Figuren identifizieren kann oder, noch schlimmer, wenn man nicht mal die genaue Identität der Figuren kennt. Vielleicht hätte der Roman etwas länger sein können. Dann hätte man die Figuren besser betrachten können und der Mordfall wäre nicht so schnell aufgeklärt.

 

Alles in allem ist „Der Baeldin-Mord“ eine nette, kleine Geschichte für zwischendurch. Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht.

 

Hier könnt ihr euch den Roman aus dem Machandel-Verlag bestellen.

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9 Gedanken zu “*Rezension* Der Baeldin-Mord

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