*Rezension* Billy Elliot


 (4/5)

 

Billy Elliot hat es nicht leicht. Seine Mutter ist früh gestorben. Sein Vater Jackie, ein einfacher Bergarbeiter, versucht Billy und seinen Bruder Tony mit Ach und Krach über die Runden zu bringen. Jackie möchte, dass Billy lernt, sich selbst zu verteidigen und zu kämpfen. Im Boxring. Doch eines Tages sieht Billy bei einer Ballettprobe zu und beschließt kurzerhand, bei den Mädchen mitzumachen. Sein großer Traum ist es, einen Platz an der Königlichen Ballettschule zu bekommen. Doch sein Vater ist vom Ballett alles andere als begeistert. Als dieser erfährt, dass Billy heimlich tanzt, gibt es ein gewaltiges Donnerregen im Hause und der kleine Billy steht vor einer schweren Entscheidung…Boxen oder Ballett?

 

Ich muss zugeben, dass ich den Klassikerfilm „Billy Elliot“ noch nie gesehen habe. Insofern war mir die Geschichte nicht vertraut und ich konnte unvoreingenommen an den Roman herangehen. Billy Elliot ist ein Junge, der seine Träume erfüllen möchte, jedoch vor schwierigen Entscheidungen gestellt wird. Seine Geschichte hat mich berührt und zum nachdenken gebracht.

 

Billy Elliot. Wie soll man ihn beschreiben? Er ist freundlich zu seinen Mitmenschen und zielstrebig. Aber zugleich auch schüchtern und besorgt. Er möchte sich an die Regeln und Werte der Gesellschaft halten, doch er stellt fest, dass Ballett seine größte Leidenschaft ist. Ausgerechnet Ballett, ein Sport, der in der damaligen Gesellschaft als Mädchenkram verkannt ist. Trotz allem gibt er nicht auf. Billy übt zuhause heimlich Pirouetten und Sprünge und kann so schon bald mit den Mädchen aus seiner Ballettgruppe mithalten. Seine schnellen Fortschritte bringen mich ins Grübeln. Natürlich kann man durchaus ein talentierter Wunderknabe sein, aber dass man als ahnungsloser Anfänger innerhalb von wenigen Wochen für die Königliche Ballettschule vorgeschlagen wird, finde ich dann doch ziemlich unrealistisch.

 

Der Schreibstil ist recht einfach. Man blickt als Leser abwechselnd in die Köpfe von Billy, Jackie, Tony und Co. Die Abwechslung der Sichten lockert den Roman auf. Die einfache Umgangssprache ist teilweise etwas vulgär, was ich nicht so gut finde. Vielleicht soll die Geschichte damit authentischer wirken? Ich weiß es nicht. Mir persönlich gefällt die plumpe Sprache nicht so. Dennoch habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Billys Geschichte ist spannend und man möchte einfach wissen, wie es weitergeht, auch wenn man sich den Schluss fast schon selbst denken kann.

 

„Billy Elliot“ ist eine schöne Geschichte über einen Jungen, der mit allen Mitteln an der Erfüllung seiner Träume arbeitet. 🙂

 

Hier könnt ihr euch den Roman aus dem Carlsen-Verlag bestellen.

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6 Gedanken zu “*Rezension* Billy Elliot

  1. katnissdean schreibt:

    Ich kenne nur den Film und liebe ihn 🙂 Wusste gar nicht, dass der Film auf einem Buch basiert?! Interessant. Den Film kann ich nur empfehlen, ich finde ihn sehr toll gemacht und authentisch.

    Zur Sprache: Das liegt sicher am Millieu, in dem Billy aufwächst. Da wird tatsächliuch so vulgär gesprochen. Ich habe jetzt auch The Death of Bees gelesen – Unterschicht in Glasgow – auch etwas hart und vulgär. Aber sehr passend. Jedenfalls wenn die Personen selbst erzählen. Da finde ich es besser, wenn sie so reden, wie es ihrem Hintergrund entspricht als wenn man dann auf einem so tut, als hätten sie die krasse Bildung 😉

    • Buchheldin schreibt:

      Ich wusste das vor kurzem auch noch nicht. 😉 Ja, den Film möchte ich mir auch unbedingt noch anschauen, allein schon deswegen, weil da Ballett vorkommt und ich solche Filme immer sehr mag. 🙂 Kennst du „Ballett Shoes“? Auch ein Tanzfilm, wirklich schön. Mit Emma Watson.

      Stimmt schon, durch die Sprache wirkt das alles authentischer und echter. Aber wiederholte Aneinanderreihung von Schimpfwörtern muss, denke ich, trotzdem nicht sein. 😉

      • katnissdean schreibt:

        Neh, den Film mit Emma Watson kenne ich nicht ^^ Ich mag Balletfilme durchaus auch. Hast Du Black Swan gesehen? Den fand ich ja wirklich spannend. Mal die dunkle Seite. Ansonsten fand ich Center Stage ganz lustig und Safe the last Dance wunderbar. Hach.

      • Buchheldin schreibt:

        Oh, schau ihn dir mal bei Gelegenheit an, der Film ist einfach wunderschön! *.* „Black Swan“ habe ich auch gesehen. Der ist total gruselig und das mit dem Nagel…argh. „Center Stage“ möchte ich noch gucken und von „Safe the last Dance“ habe ich ja noch nie was gehört. Das ist so gut? 🙂

      • katnissdean schreibt:

        Du hast von Save the Last Dance noch nie gehört?? o.O Der war damals total berühmt. Ich hab ihn geliebt =) Ist mit Julia Stiles und die fand ich eh schon immer toll.

        Ich guck grad mal nach… der Film ist 2001 – ist also 12 Jahre her^^ Vielleicht bist Du zu jung? xD Ich hab den Film und Center Stages (2000) damals noch im Kino geguckt.

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