*Rezension* Sommernachtszauber


 (1/5)

Caroline kann es nicht fassen, als sie tatsächlich die Hauptrolle der berühmten Tragödie „Romeo und Julia“ ergattert. Das Berliner Theater „Bimah“ inszeniert das Stück und sie spielt die Julia! Mit vollem Eifer stürzt sie sich in die Proben. Doch nach der anfänglichen Euphoriewelle kommt sogleich die Ernüchterung: damit alle zufrieden sind, muss sie über sich hinauswachsen. Und dann ist da noch die Sache mit Mia, die eigentlich ihre beste Freundin ist. Diese hat sich auch für die Rolle der Julia beworben und muss nun erst mal mit der Absage zurechtkommen. Damit Caroline alle von ihren Schauspielerkünsten überzeugen kann, beschließt sie, auch nachts im Theater zu üben- und begegnet dort Johannes, einem Geist. Und damit fängt das Chaos erst richtig an.

 

Das verspielte Cover sieht so wunderschön aus.  Der goldene Umschlag, die verschnörkelte Schrift, die ganzen Ornamente lassen auf eine märchenhafte Geschichte hoffen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

 

Ellen Alpsten benutzt immer wieder derbe und vulgäre Ausdrücke, die den romantischen und unschuldigen Flair der Geschichte zerstören. Von einem Zauber kann da leider kaum die Rede sein. Die Sprache wirkt plump. Ellen Alpsten beschreibt ziemlich viel, vor allem auf das Aussehen der Personen legt sie viel Wert, was nach einer Weile einfach nur noch nervig ist.

 

Caroline hat einen Charakter, der mir überhaupt nicht sympathisch ist. Sie wirkt oberflächlich und arrogant. Der Obdachlose vor dem Theater Bimah ist für sie ein „Penner“. Ihre Probleme rund um das Theater, ihre Rolle und ihre Beziehung mit Johannes wirken wie die lächerlichen Sorgen eines kleinen Püppchens. Die Liebe zu Johannes macht den Hauptteil der Geschichte aus. Schade nur, dass gerade dieses Element mich nicht überzeugen konnte. Caroline wirkt in dieser Hinsicht ziemlich unreif. Natürlich verliebt sie sich auf den ersten Blick in Johannes, noch bevor sie irgendetwas von ihm weiß. Natürlich sieht dieser Johannes unschlagbar gut aus. Und natürlich verstehen sich die beiden prächtig und die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Der besagte Johannes ist hierbei auch nicht besser: auch er wirft ein Auge auf Caroline, kaum nachdem sie zum ersten Mal das Bimah betritt. Und plötzlich lässt Caroline alle Pflichten im Haushalt fallen und lebt nur noch für Johannes- der Inbegriff einer oberflächlichen, kitschigen „Liebe“.

 

Und dann ist da noch Mia, die eine Affäre mit einem berühmten Produzenten eingeht. Die Beziehung zwischen den beiden wird ausführlich genug beschrieben, um Ekelgefühle hervorzurufen. Mia ist noch kaum erwachsen und dieser Karl ist alt und verheiratet. Wie kann sich Mia nur auf einen solch schmierigen Typen einlassen? Mir bleibt das ein Rätsel.

Carolines kleiner Bruder Tyler scheint nett zu sein, doch ansonsten kann ich mich leider mit keinem der Charaktere anfreunden.

 

Die Geschichte ist am Anfang ziemlich spannend, doch dann scheint es nur noch um die geheime Beziehung zwischen Caroline und Johannes zu gehen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Handlung unnötig in die Länge gezogen wird.

 

„Sommernachtszauber“ verbinde ich mit einer oberflächlichen Liebschaft und unsympathischen Charakteren. Leider war die Geschichte nichts für mich.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem Coppenrath-Verlag bestellen.

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2 Gedanken zu “*Rezension* Sommernachtszauber

  1. Theodore Kelly schreibt:

    Die Handlung war logisch aufgebaut und sie hatte genau die richtige Schnelligkeit. Es wurde nie langweilig, aber es wurde auch nicht so durch das Buch gehetzt. Da das Buch eher eine Liebesgeschichte war, gab es nicht so viel Spannung, aber es hat mir trotzdem gefallen.

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