*Rezension* Angelfall


 (5/5)

 

Penryn lebt in einer düsteren Stadt, in der Gewalt und Kriminalität keine Seltenheit ist. Sie sorgt sich zu Hause um ihre verwirrte Mutter und um ihre kleine Schwester Paige, die seit dem mysteriösen Unfall vor mehreren Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist. Als diese eines Tages von einem Engel entführt wird, ist Penryn zu allem bereit, wenn sie nur ihre Schwester sicher wieder nach Hause holen kann. Da kommt ihr der von Paiges Entführer verwundete Engel ganz recht. Er liegt zusammengekrümmt auf dem Boden, seine Flügel wurden ihm abgeschnitten. Penryn nimmt den Engel kurzerhand mit in ein Versteck und pflegt ihn gesund, in der Hoffnung, durch diesen den Aufenthaltsort ihrer Schwester ausfindig machen zu können. Ein gefährliches Unterfangen, wo doch jeder Engel im Grunde ein Feind der Menschen darstellt. Doch Raffe, der flügellose Engel, scheint anders zu sein. Zusammen ziehen sie zu dem Ort, an dem Paige stecken könnte. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

 

Diese Geschichte ist einfach grandios! Durch die vielen positiven Leserstimmen waren meine Erwartungen an die Geschichte recht hoch. Letztlich kann ich sagen, dass meine Befürchtungen, „Angelfall“ sei nichts als eine weitere 08/15-DYstopie, unbegründet waren.

 

Ich möchte an dieser Stelle den Schreibstil der Autorin Susan EE herausstellen: Er ist klasse! Die Autorin schreibt unglaublich witzig, an mehreren Stellen der Geschichte musste ich losprusten oder zumindest grinsen, weil ich die Gedanken von Penryn oder die schlagfertigen Bemerkungen von Raffe einfach cool finde. „Angelfall“ wird nicht zuletzt durch die lustigen Zitate zu einer tollen Geschichte, bei der man sich immer fragt, wie es wohl weitergeht.

 

Penryn war mir gleich zu Anfang an sympathisch. Sie ist selbstständig und pflichtbewusst, kümmert sich um den Haushalt und sorgt dafür, dass es ihrer Mutter und ihrer Schwester relativ gut geht. Und dazu ist sie –habe ich es schon erwähnt? =) – total witzig. Selbst ernste Situationen, die eigentlich von ihrer Dramatik her kaum zu übertreffen sind und für Penryn durchaus lebensgefährlich sein können, entschärft sie durch ihren Humor. Das macht die Geschichte nicht weniger spannend, aber doppelt so schön zu lesen.

 

Raffe ist ein interessanter Charakter. Ein winziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass er (natürlich) himmlisch gut aussieht und dazu auch noch unschlagbar cool ist. Natürlich. Wie so viele männlichen Hauptfiguren erfüllt auch Raffe alle Kriterien des Superhelden. Kitsch ist hier durchaus vorprogrammiert. Aber der Kitsch stört mich nicht. Ein wenig Romantik darf schon sein, oder? 😉

 

Die Handlung ist spannend und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Penryn und Raffe erleben zusammen viele Abenteuer und doch versucht sich Penryn einzureden, dass sie ihn nur braucht, um ihre Schwester zu finden. Mehr ist er nicht. Mehr bedeutet er nicht. Doch ihre Taten sprechen eine ganz andere Sprache und zeigen, dass er ihr doch mehr bedeutet, als sie sich einzureden versuchen.

 

„Angelfall“ endet mit einem fiesen Cliffhanger. Vorerst ist die Handlung abgeschlossen, aber es bleiben auch sehr viele Fragen übrig und das Ende verrät, dass die Geschichte um Penryn und Raffe noch lange nicht abgeschlossen ist. „Angelfall“ ist eine spannende, tolle Dystopie, die sich durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin und einer starken Protagonistin kennzeichnet. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil!

 

Hier könnt ihr euch diese wirklich lesenswerte Dystopie aus dem Heyne-fliegt-Verlag bestellen.

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19 Gedanken zu “*Rezension* Angelfall

    • Buchheldin schreibt:

      Hallo! Nein, leider weiß ich nicht, wie viele Bände die Autorin noch schreiben möchte. Neue Reihen anzufangen ist immer so ne Sache, was?^^ Aber hier lohnt es sich DEFINITIV! 😀

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