*Rezension* Silhouette – Gefährlicher Ehrgeiz


 

  (3/5)

Scarlett ist jung, ehrgeizig und talentiert. Ihr größter Wunsch ist es, nach der Tanzakademie als Solotänzerin beim Nationalballett ihr Können zeigen zu können. Doch als ein Tänzer-Casting für das neue Musikvideo des Sängers Moss ansteht, kann Scarlett nicht widerstehen. Normalerweise muss sie sich auf das Ballett konzentrieren, doch dieses Casting ist eine einmalige Chance, schon als Schülerin die Außenwelt zu überzeugen. Zusammen mit einer Freundin versucht Scarlett ihr Glück- und wird tatsächlich genommen! Doch nun beginnt erst das wahre Abenteuer: hin und hergerissen zwischen Tanzakademie und Musikvideodreh muss Scarlett versuchen, ihre Zeit optimal zu planen und sich keine Müdigkeit anmerken zu lassen. Und dann ist da noch die Sache mit Moss, mit dem sie sich sofort gut versteht…

Ich tanze selbst seit vielen Jahren Ballett und kenne mich in der Tanzwelt ein wenig aus. Somit bin ich auch mit entsprechend hohen Erwartungen an „Silhouette – Gefährlicher Ehrgeiz“ herangegangen. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass der Roman eine ganz nette Lektüre für zwischendurch ist, mehr aber leider auch nicht.

Das Cover sieht schön aus. Man erkennt, wie der Titel schon sagt, lediglich die Silhouette einer Tänzerin. Eine Silhouette, die nicht allzu viel über den Menschen dahinter verrät. Der unscheinbare Titel bekommt im Laufe der Geschichte eine besonders wichtige Bedeutung, was mir gut gefällt.

Scarlett, die Hauptfigur der Geschichte, ist ehrgeizig. Doch ihr Ehrgeiz ist zugleich ihr großes Hindernis. Sie möchte auf jedem Gebiet die Beste sein, vor Absagen und persönlichem Versagen schreckt sie zurück. Leider konnte ich mich beim Lesen nicht mit ihr anfreunden. Sie wirkt infantil und stur. Als sie für das Musikvideo engagiert wird und den Sänger Moss kennenlernt, verliebt sie sich kurzerhand in ihn. Zum einen wegen seiner Schönheit und zum anderen wegen seiner Berühmtheit. Ja, die feine Lady ist sehr oberflächlich.

Die Nebenfiguren sind auch nicht viel besser. Sie sind so stereotypisch und es scheint, als hätte die Autorin allen Leuten ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal aufgezwungen, dass diese nun zu erfüllen hätten. Der Sänger ist mysterisch, anziehend und dennoch lässt er niemanden zu nah an sich heran, die mutter von Scarlett ist besorgt und nie richtig zufrieden mit den Dingen, die ihre Tochter macht. Überraschungen gibt es im Roman keine und wenn mal doch etwas passiert, was außerhalb des typischen Bildes einer Person liegt, so hat man als Leser diese Wendungen schon vorhersehen können.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas langweilig. Sie beschreibt nicht viel, aber sie arbeitet auch nicht literarisch. Vielmehr macht sie einfach ihr Ding und erzählt die Geschichte an einem Stück herunter. Trotz allem konnte ich den Roman gut lesen und durch die flüssige Erzähltechnik war ich auch schon relativ schnell mit dem Buch durch. Es ist interessant, durch den Roman einen Einblick hinter die Kulissen der harten Ballettwelt zu erhalten. Jedoch wird bei der Geschichte der Fokus doch eher auf die negativen Seiten des Balletts gelegt, die positiven Dinge, das tolle Gefühl beim Tanzen, die Freude an den Premieren, die schönen Proben, das Einüben neuer Schritte…all das kommt in dem Roman zu kurz.

„Silhouette – Gefährlicher Ehrgeiz“ bescherte mir einige ganz nette Lesestunden, aber man verpasst auch nichts, wenn man diesen Roman nicht liest.

 

Vielen Dank an BdB und den Planet-Girl-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars! Hier kann man sich das Buch bestellen.

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2 Gedanken zu “*Rezension* Silhouette – Gefährlicher Ehrgeiz

  1. Ebru schreibt:

    Hey 😉
    Ich habe das Buch auch vor kurzem gelesen und rezensiert. Ich fand es ganz gut 🙂 Aber trotz allem kann ich deine Kritikpunkte verstehen. Scarlett mochte ich auch nicht so wirklich, wie du gesagt hast reagiert sie oft ziemlich kindisch und nicht sehr nachvollziehbar…
    Schön geschrieben 🙂
    Liebe Grüße,
    Ebru ❤

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