*Rezension* Denken wie Sherlock


 

(5/5)

Sherlock Holmes ein Detektiv, ein Fallanalytiker, ein hochfunktioneller Soziopath. Vor allem ist er aber einfach genial. Mit seinem brillanten Verstand kann kaum einer mithalten, Sherlock selbst wirkt aus diesem Grund zuweilen ziemlich arrogant, wenn es darum geht, Krimifälle mithilfe seines wachen Geistes zu lösen. Doch wie stellt er das eigentlich an? Durch Beobachtungen und logisches Nachdenken. Durch der Verbindung von Wissen und durch Konzentration. So schwer klingt das gar nicht, oder? In dem Werk „Denken wie Sherlock“ geht Daniel Smith genau auf die Arbeitsweise des berühmtesten Detektivs aller Zeiten ein und spornt den Leser zudem dazu an, das eigene Gehirn auf Trab zu bringen.

„Denken wie Sherlock“ ist ein wunderbares Buch. Ich mag die Geschichten von Arthur Conan Doyle über den genialen Holmes sehr und ich liebe die BBC-Adaption der berühmten Geschichten. Ganz ehrlich, wer von uns wünscht sich nicht, ein bisschen wie Sherlock zu sein? Zumindest, was den Verstand betrifft. Sherlock scheint in gefährlichen Situationen immer noch einen Ausweg zu finden. Er ist so unglaublich intelligent, dass es schon fast unmenschlich wirkt. Dabei basiert die Figur Sherlock auf den Mediziner Joseph Bell, der angeblich ebenso talentiert war wie Sherlock.

Für den Normalsterblichen ist es wohl dennoch schwer, an den Verstand des Meisterdetektivs heranzukommen. Doch mit dem Buch „Denken wie Sherlock“ kann der Leser und Sherlockfan ganz einfach sein Gedächtnis verbessern, sich im logischen Denken üben auf dem Gebiet der Deduktion üben.

Das Werk gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil „Aufwärmübungen fürs Gehirn“ wird der Leser mit den Vorgehensweisen Sherlocks vertraut gemacht. Daniel Smith zeigt unter anderem, wie man logisch schlussfolgert und warum es so wichtig ist, einen offenen Geist zu bewahren. Im zweiten Teil des Buches „Wie Sie die Fundamente Ihres Wissens geschickt lagern“ geht es um Codes und Chiffren, um das Auswerten des gesammelten Wissens und um das Steigern der Gedächtnisleistung. Neben vielen Erkenntnissen aus der neurologischen und psychologischen Forschung bekommt der Leser des Werkes auch Zitate aus den Sherlock-Romanen und Geschichten dargelegt. Die Theorie rund um den menschlichen Geist wird mit vielen Rätseln abgerundet.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, das Werk zu lesen und die vielen kniffligen Aufgaben zu lösen. Das Buch ist unterhaltsam und abwechslungsreich. Man erfährt wirklich viel über das Denken und bekommt nützliche Tipps über die Steigerung der Geistesfähigkeiten. Einige Rätsel sind einfach, andere sind da schon schwieriger und zumindest eins enthält einen kleinen Logikfehler. Aber darüber kann man hinwegsehen, denn in diesem kleinen Büchlein steckt mehr Wissen, als man sich an so manch einem normalen Schultag aneignet.

Zu einem Genie wie Sherlock Holmes wird man allein mit diesem Buch sicher nicht. Dennoch kann ich die Lektüre und das Lösen der darin vorgestellten Rätsel allen Holmes-Liebhabern uneingeschränkt empfehlen. „Denken wie Sherlock“ bietet kurzweilige Unterhaltung und interessante Fakten rund um den Meisterdetektiv.

 

Hier kann man sich das Werk aus dem mvg-Verlag bestellen.

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18 Gedanken zu “*Rezension* Denken wie Sherlock

  1. Sema IV schreibt:

    High-functioning sociopath – with your number! 😀
    Das Büchlein klingt echt interessant, während der unweigerlich folgenden Wartezeit könnte ich mir damit ja meine Zeit vertreiben ^^. Wie viele Seiten hat denn das gute Stück?

  2. katnissdean schreibt:

    Das mit dem Soziopathen kommt aber auch nur bei BBC vor ;)) So würde ich Holmes an sich nicht vorstellen.

    Aber ansonsten – interessantes Buch. Ich bin ja seit mehr als 10 Jahren Fan von Conan Doyle – und das ausgerechnet wegen der Figur, wegen der er nie verehrt werden wollte. Lach. Also werde ich mir das mal anschauen, mal schaun obs das im Buchhandel des Vertrauens gibt.

    • Buchheldin schreibt:

      Ja, das stimmt.^^ Das sollte auch darauf anspielen.

      Ich habe mittlerweile alle Folgen der dritten Staffel gesehen und endlich gewagt, den Kommentar zu „His Last Vow“ zu lesen, den du vor Kurzem hier hinterlassen hast. 😀 Dir hat das Ganze also eher nicht so gefallen? 😀 Ich mag die dritte Folge total und das Ende… o.O Ich bin mir ja noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. 😀

      Ich sollte auch dringend die Originalgeschichten alle lesen. 🙂

      • katnissdean schreibt:

        Nein, mir hat HLV nicht so gefallen 😉

        SPOILER SPOILER zu Staffel 3 😀

        Aber das lag eher damit zusammen, dass ich den totalen Einbruch aller Gefühle erwartet habe. Wie die meisten, die wissen, was im Buch passiert. Aber – es passierte nicht. Kann sein, dass es dann in Staffel 4 passiert und jetzt haben wir gute 2 Jahre, um darüber nachzudenken. Moffat meinte, das Finale wäre noch fieser als das von Staffel 2. Ich empfand Staffel 2 aber als krasser… also überlege ich, wo mein Denkfehler liegt. *g* Ich muss es nochmal gucken und den ganzen Subtext der Folge lesen.

        Immerhin bin ich froh, dass Janine und er nie Sex hatten… das wäre so Out of Charakter gewesen… xD Aber mein Gesicht bei ihrem Auftreffen in der Wohnung entsprach demjenigen von John… zwischen IHHH und Fassungslos… Lol.

        SPOILER ENDE 🙂

      • Buchheldin schreibt:

        Die nächste Staffel soll ja schon Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres rauskommen!! 😀

        Was meinst du, ist das am Ende der Staffel echt? 😀 Ich finde das Ende echt krass…ich meine, bei Sherlock wusste man zumindest, dass er am Ende hinter seinem Grab stand…aber hier…nun….=)

      • katnissdean schreibt:

        Schon in einem Jahr?? Das glaub ich erst, wenn es so weit ist 😉 Von Staffel 1 zu 2 hats 1,5 Jahre und von der 2. zur 3. Staffel 2 Jahre gedauert…

        Neeh wenn sie im Kanon bleiben ist Moriarty mausetot. Aber es bleibt noch ein Gegenspieler offen ^^ Auch mit M. Auf den würde ich tippen, obwohl ich diesbezüglich sogar gerade eine andere verrückte Idee habe.
        Andererseits weiß man wie was Moffat grad schon wieder für Flausen durch den Kopf gehen…

      • katnissdean schreibt:

        Ehrlich gesagt… fänd ich das störend 😀 So genial ich Moriarty fand, aber beide Selbstmord faken zu lassen wäre doch wirklich komisch 😉

        Ich hoffe eher auf Sebastian Moran. Und auf Neuigkeiten in Bezug auf Mary. 🙂

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