*Rezension* Abaton- Vom Ende der Angst


 

(4/5)

Linus, Edda und Simon sind drei ganz normale Jugendliche aus Deutschland, die in einem Wettbewerb, in dem es um die eigenen Vorstellungen und Visionen von der Zukunft geht, besonders gut abgeschnitten haben. Als Preis dürfen sie nach Berlin fahren. Ein Zeltlager, das Spaß verspricht. Während Edda und Simon den Preis nicht allzu ernst nehmen, fiebert Linus der Reise stark entgegen. Vor einem Jahr verschwanden seine Eltern in Berlin und nun möchte Linus mehr über ihr Verschwinden herausfinden. In Berlin macht sich Linus zusammen mit Edda und Simon im Berliner Untergrund auf Spurensuche. Auch seine Eltern stiegen einst in eine hiesige U-Bahn und wurden seitdem nicht mehr gesehen. Schon bald merken die Freunde, dass das Verschwinden von Linus‘ Eltern ein Teil von etwas Großen ist. Nach und nach decken sie immer mehr Geheimnisse in den U-Bahn-Tunneln auf. Doch die Geheimnisse liegen nicht nur im Untergrund verborgen, auch das Camp ist nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag… Linus, Edda und Simon finden sich schon bald mitten in einem gefährlichen Abenteuer wieder…

Ein Thriller? Eine Geschichte über den Berliner Untergrund? Vierzehnjährige Kinder, die in einer Verschwörung verwickelt sind? Das klingt ja alles ganz nett, aber dennoch blickte ich der Geschichte vor dem Lesen kritisch entgegen. Ich habe die ersten zehn, zwanzig Seiten schon mehrere Male gelesen und konnte mit ihnen nicht recht warm werden, weshalb das Buch immer wieder zurück auf den Noch-zu-lesen-Stapel gelandet ist. Vor einigen Tagen habe ich aber beschlossen, der Geschichte noch eine Chance zu geben und ich muss sagen, dass mich „Abaton – Vom Ende der Angst“ am Ende doch überzeugen konnte.

Der Prolog spielt im Zweiten Weltkrieg und handelt von der Vernichtung einer besonderen Geschichtenreihe. Mit dem eigentlichen Plot von „Abaton“ scheint sie auf den ersten Blick jedoch weniger zu tun zu haben. Es war für mich nicht einfach, mich in die Welt von Linus, Edda und Simon hineinzuversetzen. Aber sobald man sich eingelesen hat, wird die Geschichte zu einem spannenden Abenteuer und man bekommt als Leser das Gefühl, mitten dabei zu sein.

Der Schreibstil von Christian Jeltsch und Olaf Krämer ist außergewöhnlich und interessant. Die Geschichte „Abaton“ spielt auf verschiedenen Raum- und Zeitebenen. Ebenso wie die Erzählperspektive wechseln auch Zeit und Ort des Geschehens. Der Leser bekommt eine Flut von kurzen Gedankengängen verschiedener Personen mit, die er nun zusammenmontieren muss. Am Anfang war dieser Stil etwas nervig, da man sich sehr konzentrieren musste, um den roten Faden der Geschichte im Auge zu behalten. Aber nach und nach verspinnen sich die einzelnen Handlungsstränge zu einem Großen und Ganzen und es wird etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Die Spannung wird im Verlaufe der Geschichte immer größer. Aus einem harmlosen Zeltlager der drei Freunde wird ein wildes Abenteuer, in dem sie immer mehr Geheimnisse einer Firma namens GENE-SYS aufdecken. Diese Firma beschäftigt sich mit Genforschung und Genmanipulation – und scheint etwas zu verbergen.

Edda, Linus und Simon sind drei liebenswerte Charaktere, die als junge Menschen schon recht viel durchmachen müssen. Sie müssen in Berlin allein zurechtkommen, haben mit dem Verschwinden von Linus Eltern und einer weiteren Entführung viel zu tun und werden zudem von einer zwielichtigen Person beobachtet. Sie haben viele gute Charaktereigenschaften, sind hilfsbereit und klug. Sie sind kleine Erwachsene, die in den Pool der Verantwortung geschubst werden.

Die Geschichte schreitet rasant fort, bis der Leser am Ende das erhält, was er gesucht hat: Antworten. Nicht alle Geheimnisse werden aufgedeckt, ich nehme an, dass man weitere Antworten im Folgeband finden kann.

„Abaton – Vom Ende der Angst“ ist der spannende Auftakt einer Trilogie. Empfehlenswert!

 

Hier könnt ihr euch das Buch aus dem mixvision-Verlag bestellen.

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2 Gedanken zu “*Rezension* Abaton- Vom Ende der Angst

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