*Rezension* Broken Lands


cover broken lands

 (4/5)

Als die chinesische Feuerwerkskünstlerin Jin in der Stadt auftaucht, fühlt sich der Kartenspieler Sam direkt zu ihr hingezogen. Eines Abends schaut er sich in Brooklyn ihre Feuerwerkshow an – und ist begeistert. Die Stadt scheint in einer friedlichen Idylle zu liegen – doch dieser Schein trügt. Denn im Untergrund planen Jack, Walker und Bones böse Machenschaften. Als Jin eines Abends durch die Gassen der Großstadt geht, entdeckt sie eine Leiche, die stark verunstaltet ist. Was geht da bloß vor sich? Jin und Sam geraten von einem Abenteuer in das nächste. Etwas Schreckliches treibt sein Unwesen – und die beiden Freunde müssen es stoppen!

„Broken Lands“ sticht allein schon aufgrund des wunderschönen Covers heraus. Die fliegenden Karten, das Feuer und die halbfertige Brücke zwischen Brooklyn und New York City sind alles Anspielungen auf da Geschehen in der Geschichte.

Der Inhalt an sich ist eine Mischung aus Geschichte und Fantasy. Kate Milford ist es gelungen, diese beiden sehr verschiedenen Genres feinfühlig zu kombinieren, sodass letztlich eine spannende und abenteuerliche Geschichte dabei herausgekommen ist.

Jin und Sam sind beide zwei wundervolle Charaktere, in die man sich einfach verlieben muss. Sie sind noch recht jung, haben aber schon recht viel erlebt. Ihre Art, mit anderen Menschen umzugehen wird wunderschön beschrieben. Sie sind beide höflich und talentiert. Jin kann magische Dinge mit dem Feuer zaubern und Sam ist einer der trickreichsten Kartenspieler, den es gibt. Ihre Fähigkeiten und Schwächen werden liebevoll und detailliert geschildert – schon nach wenigen Seiten fühlt man sich mit ihnen verbunden. Es ist fast so, als würde man die Menschen tatsächlich kennen. Vor allem Sams Schüchternheit im Umgang mit der selbstbewussten Jin ist einfach süß. Die beiden kommen sich im Laufe der Geschichte immer näher, aber ihre Freundschaft und die sich darüber hinaus ergebende Beziehung wirkt keineswegs gezwungen oder unnatürlich, sondern wie im echten Leben auch.

Ein großer Pluspunkt ist die Atmosphäre, die Kate Milford mit ihrem komplex gebauten Roman geschaffen hat. Wenn man sich nach den ersten paar Seiten in die Geschichte eingelesen hat, so ist man ganz im Jahre 1877 gefangen und möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Zwischendurch gibt es jedoch immer wieder langatmigere Textstellen, die nicht so leicht zu lesen sind. Die Geschichte zieht sich ab und zu in die Länge, was bei der großen Seitenanzahl und der relativ kleinen Schrift schon mal vorkommen kann.

Jin und ihr Onkel Liao, die aus China kommen, sprechen ab und zu Chinesisch miteinander. Die chinesischen Dialoge sind in dem Roman in pinyin, der Lautschrift, geschrieben. Die deutsche Übersetzung kann man sich aus dem Kontext erschließen – oder in den nächsten Sätzen wird ein Bezug zu dem Gesagten gezogen. Sehr klug gelöst von Kate Milford.

„Broken Lands“ ist ein sehr schönes Jugendbuch über Freundschaften, Liebe, über Abenteuer und den Mut, sich der Gefahr zu stellen.

 

Hier kann man sich die Geschichte aus dem Verlag Freies Geistesleben bestellen.

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3 Gedanken zu “*Rezension* Broken Lands

  1. Lillie schreibt:

    Schöne Rezension! Ich habe noch nie von diesem Buch gehört, aber ich werde es mal auf meine Wunschliste setzen, nachdem ich deine Rezension gelesen habe 🙂 Übrigens, ich bin mal direkt Follower von deinem Blog geworden!

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