*Rezension* Auf ins Schlaraffenland


 (2/5)

Die Affen auf der Affeninsel stehen vor einem großen Problem. Die Nahrungsvorräte werden knapp, nirgendwo ist noch etwas Essbares aufzutreiben. Die Spannung unter den Primaten ist angespannt, sie streiten sich und schreien, sie brüllen und randalieren. Irgendwann kommt das Gerücht auf, dass in der Nähe eine weitere Insel ist – mit viel Essen! Schon macht sich ein Affe auf die Suche nach diesem neuen SchlafAFFENland.

 

Diese Geschichte ist, ich kann es nicht besser ausdrücken, einfach schräg. Meine kleine Schwester (5) findet die Geschichte der Affen „irgendwie komisch“. Ich bin nicht so angetan.

 

Für welche Altersgruppe ist die Geschichte wohl gedacht? Das Bilderbuch ist sicherlich etwas für Jüngere, die Geschichte jedoch ist nicht mal so kurz und in einer Sprache gehalten, die ich für junge Kinder unangemessen finde. Wenn die Affen rumschreien und sich gegenseitig bedrohen, der Oberaffe versucht, einen Artgenossen einzuschüchtern, indem er ruft: „Vielleicht fress ich dich gleicht auf!“, dann hört für mich der Spaß auf. Warum sollte man sowas Kindern vorlesen?

 

Die Bilder vom Gezanke und Gezerre der Affen finde ich weniger ansprechend. Die bunten Affen werden in allerlei Varianten und bei verschiedenen Tätigkeiten gezeigt, haben aber oft einen mürrischen, grimmigen, kampflustigen oder ängstlichen Ausdruck. Schön finde ich die Bilder nicht.

 

„Auf ins Schlaraffenland“ soll für Kinder von vier bis sechs Jahren gedacht sein, meine Schwester und ich können damit jedoch leider nicht so viel anfangen. Die Geschichte liest sich sperrig, ein tieferer Sinn oder eine Moral der Geschichte scheinen nicht vorhanden zu sein.

 

Hinter dem Titel des Buches habe ich eine schöne, lustige, vielleicht auch etwas märchenvolle Tiergeschichte erwartet, was ich bekommen habe ist eine verrückte Geschichte einer Affenbande.

 

Vielleicht ist die Geschichte einfach eine Frage des Geschmacks, vielleicht ist die Geschichte einfach verrückt und schräg – meiner Schwester und mir ist jedoch dieses Merkwürdige und Groteske an dieser Stelle zu viel.

 

 Hier könnt ihr euch die Geschichte aus dem mixtvision-Verlag bestellen.

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2 Gedanken zu “*Rezension* Auf ins Schlaraffenland

  1. Kathrin schreibt:

    Schade, dass das Buch so eine Enttäuschung war – das Cover und der Titel hatten mich gerade so neugierig gemacht. Aber die von dir angeführten Kritikpunkte sind nachvollziehbar, gerade was die Sprache betrifft. Und mit deiner Schwester hast du ja immer jemanden zur Seite, der die Bücher aus dem Blick der Zielgruppe her betrachtet 🙂

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