*Rezension* Herz verspielt


 (2/5)

 

Ashtyn ist jung, ehrgeizig und die neu ernannte Anführerin ihres Football-Teams. Über ihren Erfolg freut sie sich riesig, doch ihr Freund Landon, der im gleichen Team spielt und sich erhofft hatte, das Team anführen zu können, kann es nicht ertragen, nur der Zweitbeste zu sein. Kurzerhand wechselt er das Team und spielt von nun an für die Erzfeinde von Ashtyns Team. Ein Schock für die ganze Mannschaft! Ashtyn kann das nicht auf sich sitzen lassen und plant Rache… doch dafür braucht sie den Stiefsohn ihrer Schwester, den Bad Boy Derek, denn sie gleichzeitig hasst und doch irgendwie anziehend findet…

 

Simone Elkeles‘ Debütroman „Du oder das ganze Leben“ hat mich damals vor Jahren einfach nur verzaubert. Da war es klar, dass ich auch ihre neuen Bücher lesen musste. „Herz verspielt“ ist nun ganz neu rausgekommen und erzählt die Geschichte von Ashtyn und Derek, die sich seit der ersten Begegnung hassen und doch die Finger nicht voneinander lassen können. Eine Liebesgeschichte, ganz nett erzählt – an die „Du oder“-Reihe kommt der Roman jedoch leider nicht ran.

 

Ich bin fasziniert von Elkeles‘ Einfallsreichtum, der bei „Du oder das ganze Leben“ in den Roman geflossen ist – mittlerweile scheint es jedoch, als würde der Autorin die Ideen ausgehen, sodass sie sich nun an Klischees bedienen muss, um Geschichten zu schreiben. Ashtyn ist ein ehrgeiziges Mädchen, das es den Jungs in ihrer Footballmannschaft unbedingt zeigen will. Derek ist der Bad Boy schlechthin, der aber natürlich auch doch so seine guten Seiten hat. Da Dereks Stiefmutter Ashtyns Schwester ist und sie zusammenziehen, können sich die beiden Jugendliche auch nicht so leicht aus dem Weg gehen. Obwohl sie aus unterschiedlichen Welten zu kommen scheinen, Ashtyn eigentlich ein fast perfektes Leben führt und Derek sich mit Schuldgefühlen aufgrund seiner Vergangenheit herumschlagen muss, kommen sie sich näher und merken, dass sie sich im Grund mögen. Ashtyn möchte jedoch nicht nur aus Spaß eine Beziehung eingehen, wenn sie sich bindet, so soll es auch etwas Ernstes sein. Für Derek hingegen besteht der Sinn einer jeden noch so flüchtigen Beziehung aus Spaß.

 

Die ersten zweihundert Seiten scheinen sich nur um die Frage zu drehen, ob Ashtyn und Derek irgendwann ein Pärchen werden oder nicht. Sie spüren selbst, dass zwischen Hass und Liebe nur ein schmaler Grad liegt und dass man die beiden Gefühle manchmal auch leicht verwechseln kann. Für meinen Geschmack war das Liebesdrama jedoch zu viel des Guten. Die Geschichte ist vorhersehbar und plätschert an vielen Stellen vor sich hin, ohne besonders viel Spannung oder Inhalt aufweisen zu können. Die Charaktere sind eher blass und scheinen nicht allzu viel Persönlichkeit vorweisen zu können.

 

Simone Elkeles hat einen lockeren Schreibstil, was sich in „Herz verspielt“ erneut zeigt. Der Roman ist eine leichte Lektüre und der Inhalt bleibt einem nicht im Gedächtnis, aber an sich liest sich die Geschichte recht schnell.

 

Wer eine ergreifende Liebesgeschichte sucht, ist bei „Herz verspielt“ an der falschen Adresse. Für alle Kitsch-und Romanzenliebhaber ist dieser Roman aber wahrscheinlich genau das Richtige.

 

Hier kann man sich die Geschichte aus dem cbt-Verlag bestellen.

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Veröffentlicht in: Liebe

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