*Rezension* Träume, was du träumen willst


    (5/5)

 

Luzides Träumen – vor einigen Monaten  gehörte dieser Ausdruck noch nicht zu meinem Wortschatz, doch mittlerweile bin ich auf gutem Wege, selbst die Kunst zu erlernen. „Luzides Träumen“ bedeutet, bei vollem Bewusstsein zu träumen. Während man schläft und sich plötzlich irgendwo wiederfindet, weiß man also genau, dass dieser Moment gerade im Traum passiert – im Gegensatz zu dem „normalen“ Träumen kann man sich an luzide Träume hinterher noch gut erinnern. In dem Sachbuch „Träume, was du träumen willst“ von Stephen LaBerge und Howard Rheingold wird erklärt, warum es so toll sein kann, sich an seine eigenen Träume zu erinnern und wie man es hinkriegt, das Nachtleben selbst zu steuern.

 

In dem Buch erfährt der Leser viele wichtige Informationen über das Träumen an sich, die einem dabei helfen sollen, sich auf das Vorhaben vorzubereiten. Man bekommt erklärt, wie Träume entstehen und wie das luzide Träumen funktioniert, was man dabei beachten muss und welche wunderbaren Momente einem durch dieses Mittel gegeben werden.

 

Als ich vor einigen Monaten im Internet auf ein Bild mit einer kurzen Anleitung zum Thema „Luzides Träumen“ stieß, war ich hellauf begeistert. Von dieser Sache hatte ich zuvor nur wenig gehört. Ich hatte immer nur mitbekommen, dass es Leute gibt, die „ihre Träume steuern und kontrollieren können“, was ich ziemlich cool fand. Und ich konnte mich auch gut daran erinnern, dass ich einmal womöglich „aus Versehen“ einen luziden Traum hatte. Ich stand auf einem hohen Berg und hatte einen Besen in der Hand. Kurzerhand stieg ich aus Leichtsinn und Entdeckungsfreude auf den Besen und sprang vom Berg. Und tatsächlich hatte mein Besen magische Kräfte und ich flog! Dieses Gefühl werde ich wohl nie vergessen, so ist mein Kinderwunsch also doch in Erfüllung gegangen. Aber seitdem hatte ich solche Augenblicke nicht mehr erlebt. Nie hätte ich gedacht, dass man die Methode selbst erlernen kann, das ist so cool!

 

Eine Sache vorne weg, es ist keinesfalls so, dass man nach dem Lesen sofort die Technik beherrscht. Ich habe etwa einen Monat für die Lektüre an sich gebraucht und bin wiederum seit einem Monat dabei, mich im luziden Träumen zu üben. Ehrlich gesagt sind meine Erfolge bisher eher bescheiden, aber ich übe fleißig weiter, denn die Autoren verstehen es absolut, den Leser für eine Sache zu begeistern! Man erfährt sehr viele wissenschaftliche Hintergründe über das Träumen an sich und lernt im Laufe der Zeit auch mit schlechteren Träumen umzugehen.

 

Die vielen angeführten Beispiele von Menschen, die das luzide Träumen beherrschen bzw. zumindest schon einmal intensiv erlebt haben, faszinieren mich und geben mir Hoffnung, dass es bei mir auch irgendwann klappt. Denn das klare Träumen ist laut den Autoren nicht nur eine tolle Abenteuerreise, sondern sie kann auch dazu führen, dass die kognitiven Fähigkeiten von dem Träumer verbessert werden und man in schwierigen Zeiten wieder etwas Frieden findet. Ein Beispiel erzählt etwa von einem Traum, in dem der Träumer eine Farbe sieht, die er noch nie zuvor gesehen hat und die wunderschöne Landschaft bzw. den Moment so intensiv empfindet, wie man es im wahren Leben wohl kaum tun kann. Solche Beispiele des klaren Träumens bereichern laut den Autoren das Leben und das Bewusstsein.

 

Es ist absolut faszinierend, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn Träumen tun wir schließlich alle, wenn auch nicht immer das, was wir wollen. Mit dieser Lektüre kann sich das aber eines Tages hoffentlich ändern.

 

Hier könnt ihr euch das Buch aus dem m-vg-Verlag bestellen.

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3 Gedanken zu “*Rezension* Träume, was du träumen willst

  1. diazroya schreibt:

    Das ist wirklich eine tolle Rezension 🙂 Schön, dass Du dran bleibst, und es weiter versuchst – viel Erfolg dabei!

    Ich bin ja auch schon seit Ewigkeiten ein luzider Träumer, allerdings wusste ich bis vor zwei Jahren nicht, dass es dafür einen Fachbegriff und sogar Bücher gibt! Mir geht es da wie EyeLin, ich kann es einfach. Ich träume sehr real, erinnere mich grundsätzlich nach dem Aufwachen an jede Einzelheit, kann innerhalb der Träume bestimmen, was passiert, wann ich was träume usw. Bei mir war der Auslöser damals eine Awareness während einer OP – ich bin froh, dass es mit Anleitungen aus Büchern wesentlich einfacher geht 😉
    Ich würde das luzide Träumen nie mehr missen wollen (wie Du schon sagtest, es bereichert das Leben extrem, wenn man auch die Nächte dazu hat) und wünsche Dir wirklich viel Glück, dass Du Dein Vorhaben umsetzen kannst! Und wer weiß – vielleicht lege ich mir das Buch auch zu und lerne noch ein wenig besser, an meinem intuitiven Können zu feilen 😀

    Liebste Grüße
    Jule

  2. EyeLin schreibt:

    Schöne Rezension 🙂
    Ich kann meine Träume steuern. Habe mich damit allerdings noch nie im wissenschaftlichen Sinn befasst ^^
    Ich kann es einfach. Träume, die ich unterbrochen habe, am nächsten Abend weiterträumen, Träume willentlich beeinflussen, träumen, was ich mir vorgenommen habe,… Das ist schon eine tolle Sache.
    Aber es funktioniert natürlich nicht immer.
    Besonders wenn ich gestresst bin (wie im Moment -.-), fehlt mir dafür einfach das Feingefühl und die Zeit. Ich kann mich nicht richtig darauf einlassen und schlafe einfach um zu schlafen 😛
    Wenn es allerdings ruhiger ist und ich es möchte, gelingt es mir beinah immer.
    Keine Ahnung, ob man das Lernen kann, aber laut deinem Buch scheint es ja so zu sein. Also bleib dran. Es ist nämlich super 😛

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