*Rezension* Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben


 

  (4/5)

Wenn es nach der Regierung geht, sollte sich Cia Vale glücklich schätzen. Sie hat zusammen mit ihrem Freund Tomas die Auslese, das Auswahlverfahren für die Aufnahme an der Universität, überstanden und darf nun studieren, um eines Tages als Führungskraft in Tosu City zu arbeiten. Doch Cia ist alles andere als glücklich, denn sie weiß die Wahrheit über die Auslese. Während normalerweise den Kandidaten eine Gehirnwäsche unterzogen wird, sodass sie sich nicht mehr an das Auswahlverfahren erinnern können, hat Cia viele schreckliche Geschehnisse während der Auslese auf einem Tonband festgehalten. Sie erinnert sich – an die Schrecken, an die Gewalt und an die grausamen Taten ihrer Freunde, unter anderem auch an die düstere Seite von Tomas.

Während sie sich eigentlich auf das Studium konzentrieren sollte, setzt sie alles daran, um mehr über den düsteren Hintergrund der Auslese herauszufinden und das brutale Auswahlverfahren ein für allemal zu beenden. Unterstützung erfährt sie hierbei von den Rebellen und von einigen Mitgliedern der Universität, welche kritischer denken als andere. Doch Cia muss aufpassen, denn nicht jede lächelnde Person hat ihr Vertrauen verdient…

„Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben“ ist der zweite Teil der spannenden Reihe rund um Cia und ihrem Freund Tomas. Während im ersten Band sich alles um die brutale Auslese an sich dreht, beschreibt der Folgeband Cias Entwicklung nach dem Überleben des grausamen Tests.

Der zweite Teil ist spannend – und das von der ersten bis zur letzten Seite. Wie beim ersten Band war ich auch diesmal wieder total in Cias Welt gefangen und habe mir ihr mitgelitten und mitgefiebert. Was ich an der Geschichte besonders schätze, ist die Tatsache, dass der Leser durch die vielen Rückblenden sich den Auftaktroman gut in Erinnerung rufen kann. Ich hatte den ersten Teil der Auslese schon vor längerer Zeit gelesen und obwohl ich den damals super gefunden hatte, war mir nicht mehr so viel von der Geschichte in Erinnerung geblieben. Da aber die Hauptfigur Cia Walker und alle anderen Auslese-Teilnehmer ebenfalls keine Gedächtsnisspuren bezüglich der Auslese aufweisen sollen, war das für den Leser ein großer Vorteil, denn so konnte ich mir meine Erinnerung an die Auslese zusammen mit Cia „erarbeiten“.

Cia Vale beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. War sie im ersten Band noch anfangs eine naive, ehrgeizige Schülerin, ist sie mittlerweile zur klugen und tapferen Kämpferin herangewachsen. Sie ist wirklich intelligent, was teilweise in der Geschichte aber auch gestellt wirkt. So klug sie auch sein mag, meiner Meinung nach kommt sie auf einige Schlussfolgerungen schneller, als es bei normalen Menschen der Fall gewesen wäre. Hier fragt man sich, ob sie einfach eine unglaublich schlaue Figur ist, oder ob die Autorin Joelle Charbonneau den Plot der Geschichte nicht vielleicht nur schnell und stringent vorantreiben wollte.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Sie schafft es, eine Atmosphäre zu erschaffen, die so viel Spannung enthält, dass man beim Atmen fast die Luft anhalten möchte. Sie versteht es, den Personen so viel Leben zuzuschreiben, dass man fast das Gefühl hat, man würde sie kennen.

Wie im realen Leben sind die Figuren rund um Cia Vale nicht perfekt, sie machen kleine und große Fehler und entpuppen sich teilweise sogar als Verräter. Auch der zweite Band der Reihe kommt nicht ohne ein Blutvergießen aus, jedoch frage ich mich, ob der Tod einer gewissen Person wirklich nötig ist für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Was man dem zweiten Band der Geschichte leider anmerkt, ist die Tatsache, dass es sich eben um den berühmt berüchtigten zweiten Teil einer Reihe handelt. Demnach scheint die Autorin Cias Tag in die Länge zu ziehen, damit sie im dritten Band den fulminanten Abschluss der Reihe kreieren kann. Allzu viel passiert in Band zwei nicht, im Vergleich zum Auftaktband lässt die Action stark nach. Aber womöglich wird es im dritten Teil der Reihe nun umso actionreicher.

„Die Auslese – Nichts vergessen und nie vergeben ist ein trotz kleinerer Mängel lesenswertes Buch. Ich kann die Reihe jedem Leser ans Herz legen!

 

Hier kann man sich den Roman aus dem Penhaligon-Verlag bestellen.

 

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