*Rezension* Eine Handvoll Glück


Eine Handvoll Glück von Massimo Vacchetta - Buch | Thalia
 (4/5)

Als der italienische Tierarzt Massimo eines Tages einen kleinen Igel findet, ahnt er noch nicht, dass dieses winzige Geschöpf sein Leben für immer verändern wird. Ninna ist zu klein und gebrechlich, um allein in der Natur zu überleben und so macht es sich Massimo zur Aufgabe, für das kleine Igelweibchen zu sorgen und es aufzupäppeln. Bald merkt er, dass es mehr als nur eine Aufgabe für ihn ist. Er fühlt sich berufen, Igeln zu helfen und ihnen Schutz zu bieten. Massimo spielt mit dem Gedanken, eine Rettungsstation für Igel zu eröffnen, doch der Weg dorthin ist voller Hürden und Bürokratie…

Das Buch „Eine Handvoll Glück“ erzählt die wahre Geschichte des Tierarztes Massimo Vacchetta. Gemeinsam mit der Journalistin Antonella Tomaselli beschreibt der Tierfreund seine Aufregung, als er Ninna das erste Mal in Händen hält, seine unbeholfenen ersten Versuche, das kleine Tierchen zu füttern und seine unendliche Freude über jedes Gramm, das der Igel zunimmt.

Das Buch ist eine Hommage an die kleinen Lebewesen dieser Erde. Obwohl die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, erinnert sie zuweilen auch an eine Fabel. Die Moral der Geschichte: Alle Lebewesen sind wertvoll und verdienen es, geschützt zu werden. Und wenn sie zu klein sind, um für sich selbst zu sorgen, so müssen eben andere sich um sie kümmern.

Massimo ist eigentlich auf Großtiere spezialisiert. Er kennt sich mit Kühen und Pferden aus, mit Igeln hat er jedoch am Anfang herzlich wenig am Hut. Doch die Winzlinge erobern so schnell sein Herz, dass er nicht anders kann. Er macht es sich zur Lebensaufgabe, sich um sie zu kümmern und der Leser begleitet ihn auf seiner Reise. In der Mitte des Buches gibt es zahlreiche Farbabbildungen der Igel, die Massimo bereits bei sich aufgenommen und aufgepäppelt hat. Diese Fotos bereichern das Buch und geben einen Einblick in die Welt der Igelrettungsstation.

Das Buch hat mir insgesamt von der Geschichte her recht gut gefallen, einzig mit dem Schreibstil bin ich nicht warm geworden. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, dass die Geschichte protokollartig aufgeschrieben wurde, ein bisschen zu steif und ein bisschen zu wenig emotional – und dadurch leider nicht ganz so nahbar wirkte. Aus dem Inhalt hätte man sicher mehr machen können, aber vielleicht liegt es auch an der deutschen Übersetzung oder an dem italienischen Stil. Nichtsdestotrotz hat man das Buch gut lesen können, es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die auch mal zum Nachdenken anregt.

„Eine Handvoll Glück“ bietet mehr als nur diese eine Emotion. Wir sind dabei, wenn Massimo verzweifelt, weil es Ninna nicht gut geht, die Leserschaft hofft mit ihm auf Besserung und drückt die Daumen. Wir bekommen Einblicke in Massimos emotionale, weiche Seite, weil er Ninna nicht gehen lassen möchte und bangen mit ihm, weil die kleinen Igel so viel pure Schönheit, aber zugleich auch so viel Zerbrechlichkeit mitbringen.

Alles in allem ist „Eine Handvoll Glück“ eine schöne, lesenswerte Geschichte über die Liebe zu einem kleinen Igel.

Hier könnt ihr das Buch aus dem Penguin-Verlag bestellen.

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