*Rezension* Dark Skye

(3/5)

Skye wurde getötet – und dennoch lebt sie. Asher hat sie mehr oder weniger gerettet und versucht Skye nun zu überreden, sich auf seine Seite, auf die Seite der Rebellion zu schlagen. Doch Skye ist verwirrt und braucht vor allem Zeit. Erst vor Kurzem hat sie ihre Hintergrundgeschichte erfahren und weiß nun, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern Engelsblut in den Adern hat. Sie kann sich nun zwischen dem Orden und den Rebellen, zwei verfeindete Gruppen der Engel, entscheiden. Doch was ist richtig? Was soll sie machen? Noch während sie überlegt, macht sie eines Tages im Schrank ihrer Tante Jo eine unglaubliche Entdeckung…

„Silver Skye“ fand ich leider nur mittelmäßig und auch der Nachfolgeband hat mich nicht vollends überzeugen können.

Skye überlebt einen Mordversuch und muss lernen, ihre neun Kräfte zu kontrollieren. Ihr offenbart sich eine völlig neue, magische Welt, von deren Existenz sie bis vor wenigen Wochen noch nichts gehört hatte. Es passieren so viele unglaubliche Dinge in Skyes Leben, aber das junge Mädchen konzentriert sich natürlich auf die Liebe. Wie sollte es anders sein. Skye hat sich für Asher entschieden, dem Rebellen. Aber dennoch kann sie ihre Finger nicht von dem Wächter Devin lassen. Dieses ständige Hin und Her und Her und Hin wird mit der Zeit ziemlich nervig. Zwei „perfekt“ aussehende überirdische Wesen buhlen um ihre Aufmerksamkeit – hinzu kommt noch ein Irdischer, Ian, der auch in Skye verliebt ist. Also wirklich. Gleich drei? Ian sieht irgendwann ein, dass er für Skye immer nur ein guter Freund bleiben wird. Nach einiger Zeit hat er eine neue Freundin. Kurzerhand ist Skye eingeschnappt. Ihr Verhalten wirkt infantil und zickig. Ihre Freunde sind geduldig und nett zu ihr, doch Skye scheint auf dem Ego-Trip aus zu sein.

Die Beziehung zwischen Skye und Asher verläuft für meinen Geschmack zu schnell. Sie kennen sich kaum, Asher ist erst seit Beginn des neuen Schuljahres an ihrer Schule und dennoch kann sie sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Hach, wie unglaublich rührend.

Jocelyn Davies ist darauf aus, möglichst viel Gefühl und Handlung in die Seiten zu packen. Jedoch vernachlässigt sie dabei oft die Dinge, die zwischen den für den Handlungsstrang wichtigen Momenten passieren. Man bekommt fast das Gefühl, dass die Autorin den Leser durch das Geschehen „hetzt“.

Einige Stellen in der Geschichte kann ich nicht nachvollziehen. So sucht Skye zum Beispiel nach einer Person mit einer bestimmten, ihr bekannten Handschrift. Nachdem man auf die Lösung kommt und das Geheimnis um die Handschrift aufgedeckt wird, fragt man sich als Leser, warum Skye da denn nicht früher drauf gekommen ist.

Die Handlung an sich ist ganz nett, aber ohne jegliche Überraschungseffekte. Fast könnte man sagen, dass der Leser noch schneller an die Auflösung der Geheimnisse kommt als Skye selbst.

Auch der zweite Band endet mehr oder weniger offen, sodass man sich doch fragt, was wohl als nächstes passieren wird.

„Dark Skye“ hat mich leider nicht überzeugen können und mir, um ehrlich zu sein, sogar noch weniger gefallen als der erste Band. Vielleicht fällt dieser Roman in die Kategorie „Überbrückungsband“ und der dritte Teil wird wieder besser? Ich kann es ja dann nochmal mit Skye und ihrer Geschichte versuchen.

Hier könnt ihr euch den Roman aus dem FISCHER Sauerländer-Verlag bestellen.

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*Rezension* Silver Skye

(3/5)

Skye scheint ein ganz normales Mädchen zu sein – bis zu ihrem siebzehnten Geburtstag. Auf ihrer Überraschungsparty begegnet sie zwei unglaublich gut aussehenden Jungen, Devin und Asher, die sich über irgendetwas heftig zu streiten scheinen. Kurz darauf wird die Party wegen einem explodierten Wasserboiler beendet. In den nächsten Tagen wird Skye immer wieder auf ihre Augen hingewiesen, die normalerweise grau sind, jedoch zurzeit immer wieder silbern schimmern. Skye versucht diese Tatsache auszublenden und sich auf den Schulunterricht zu konzentrieren, was allerdings gar nicht so einfach ist, da Devin und Asher sich als Neuankömmlinge an Skyes Schule entpuppen. Die beiden Cousins scheinen sich aus irgendeinem Grund unheimlich zu hassen und buhlen beide um Skyes Aufmerksamkeit. Schon bald stellt Skye fest, dass die beiden geheimnisvollen Jungen keine normalen Menschen sind…genauso wenig wie sie.

Ich habe mir eine schöne Geschichte aus der Welt des Übersinnlichen erhofft. Nach dem Lesen muss ich jedoch leider feststellen, dass „Silver Skye“ lediglich eine Dreiecksgeschichte zwischen einem Mädchen und ihren zwei Verehrern darstellt, gespickt mit Fantasy-Elementen.

Man liest sich schnell in die Geschichte ein und wenn man einmal angefangen hat, möchte man auch nicht wieder aufhören, weil die Handlung überwiegend ziemlich spannend ist und man als Leser wissen möchte, wie es mit Skye, Devin und Asher weitergeht.

Die ersten siebzig Seiten finde ich super, bis dahin war mir Skye auch total sympathisch. Doch dann kommen sie, Devin und Asher sich immer näher und ab dem Moment wird es nur noch mühselig, Skyes ach so rührseliges Liebesdrama mitzuverfolgen. Devin oder Asher? Asher oder Devin? Für wen soll sie sich bloß entscheiden? Ähm, hallo? Was weiß sie denn schon über die beiden Jungen? Sie kennt die ja nicht mal richtig. Natürlich ist ihr aber sofort aufgefallen, wie unglaublich schön beide sind. Ja, natürlich. An den beiden Jungen ist alles perfekt. Kitsch pur. Mich nervt Skyes kindische Art und ihre Unentschlossenheit. Eigentlich mag sie Asher lieber, sagt sie, doch kaum unternimmt sie etwas mit Devin, ist sie auch schon wieder hin und hergerissen zwischen den beiden Casanovas.

Ja, zur Liebesgeschichte lässt sich so einiges sagen. Der übersinnliche Teil kommt dagegen zu kurz. Skye erfährt, dass nichts so ist, wie sie dachte, dass sie eine besondere Rolle einer besonderen, bisher ihr verschlossenen Welt einnimmt und dass sie vor einer schwierigen Entscheidung steht. Endlich erfährt sie etwas über ihre verstorbenen Eltern, endlich erhält sie die Chance, ihre eigene Hintergrundgeschichte aufzudecken. Aus der Situation hätte die Autorin Jocelyn Davies so viel machen können. Aber natürlich muss sich Skye erst einmal in ein Eifersuchtsdrama hineinsteigern. Wie kann Asher bloß mit Elli, einer Klassenkameradin, flirten? Oh Mann. Eine Portion Romantik ist schön und gut für eine Geschichte, doch bei „Silver Skye“ habe ich das Gefühl, dass Davies über das Ziel hinausgeschossen ist.

Die Nebencharaktere sind dafür alle total liebenswürdig, sodass ich sie direkt in mein Herz geschlossen habe. Cassie und Dan sind Skyes beste Freunde und einfach toll. Sie sind immer für Skye da, haben ein offenes Ohr für ihre Probleme und sind auch nicht wirklich böse, wenn Skye sie mal vernachlässigt. Beste Freunde wie sie im Buche stehen. 😉

Der Schreibstil von Jocelyn Davies ist, abgesehen von ihren schnulzigen Beschreibungen des Liebesdreiecks, gar nicht mal so schlecht. Ein gewisser Drang, die Handlung weiterzuverfolgen, ist stets da und gegen Ende kommt noch einmal richtig viel Action auf. Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger und ich werde auf jeden Fall den zweiten Band noch lesen. Vielleicht ist er ja besser als der Vorgänger.

„Silver Skye“ ist nicht mein Buch des Jahres. Man kann es lesen, aber man verpasst auch nichts, wenn man die Finger von der Geschichte lässt.

 

Hier kann man sich die Geschichte aus dem Sauerländer-Verlag bestellen.

*Rezension* Herzblut – Gegen alle Regeln

 

 (2/5)

Savannah ist unsterblich in Tristan verliebt, auch nach all den Jahren. Auch seit er damals, als sie noch Kinder waren, eines Tages beschlossen hat, sie weitgehend zu ignorieren. Savannah weiß nicht, warum die anderen an ihrer Schule sie plötzlich so hassen. Was ist los mit Tristan, der sie einst sogar geküsst hat? Warum benehmen sich alle aus der elitären Clann-Clique ihr gegenüber so überheblich? Als Savannah an sich körperliche Änderungen spürt, wird das alte Familiengeheimnis ausgedeckt. Es steckt viel mehr als sinnloser Cliquenhass zwischen der Familie von Savannah und dem Clann, wozu auch Tristan gehört. Doch wie soll sie damit umgehen, wenn sie erfährt, dass plötzlich nichts mehr so ist wie es scheint und Hexen und andere übersinnliche Gestalten tatsächlich existieren?

 

 

Das Cover ist meiner Meinung nach viel zu düster für die Geschichte. Das Mädchen auf dem Cover liegt in einem Meer aus roten Blättern und schaut den Leser ganz dramatisch an. Ein Ticken zu viel für meinen Geschmack.

 

 

Die Geschichte beginnt spannend, man bekommt eine Vorstellung, wie Savannahs Alltag so abläuft. Sie wirkt wie ein ganz normales Mädchen, geht zur High School, hat Freunde und eben auch leider einige Feinde. Nach und nach werden die Geheimnisse der Geschichte aufgedeckt und der Leser erfährt, dass es da noch eine andere Welt für Savannah gibt. Eine Welt voll Zauberei und Magie mit allen Wesen, die dazugehören.

 

 

Die Geschichte liest sich leicht. Mir gefällt es jedoch nicht, dass die Schriftgröße relativ klein ist und die Seiten dafür ziemlich dünn. Man hat das Gefühl, dass man so lange braucht, bis man mal 50 Seiten gelesen hat. Der Schreibstil ist nicht grottenschlecht, aber man merkt schon, dass Melissa Darnell noch nicht so viel Erfahrung im Schreiben hat.

 

 

Viele Charaktere sind oberflächlich und flach gehalten. Auf einem Schlag werden zum Beispiel mehrere Freundinnen von Savannah vorgestellt, die man als Leser kaum auseinanderhalten kann. Savannah ist mir auch nicht recht sympathisch. Sie ändert ihre Meinungen viel zu schnell, was einfach nervt. Zudem wirkt sie total oberflächlich. Tristan, ja, der gutaussehende göttergleiche Tristan soll sie nicht mehr ignorieren. Das ist ihr allergrößter Wunsch. Auch nach all den Jahren? Auch nach alldem Hass und Spott ihr gegenüber? Also bitte. Es ist nicht zu übersehen, dass Savannah Tristan nur wegen seiner ach so atemberaubenden Schönheit liebt, falls man diese oberflächliche Art überhaupt Liebe nennen kann.

 

 

Die Geschichte wird gegen Ende ganz spannend, aber im Mittelteil schlurft man eher durch die Geschichte, als wirklich in den Bann gezogen zu werden. Viele Weh-Wehchen von Savannah wirken einfach nur lächerlich und können nicht ernst genommen werden.

 

 

Schade. Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen.

 

Danke an BdB und dem Darkiss-Verlag für dieses Buch (hier zu bestellen)!

*Rezension* Der Baeldin-Mord

 

 (3/5)

Caitlynn ist eine Vollstreckerin und wird eines Tages auf Schloss Baeldin gerufen. Eine Zofe wurde ermordet. Als fähige Ermittlerin hat Caitlynn nun die Aufgabe, die Hintergründe des Mordes aufzudecken und dem Mörder ein gerechtes Urteil zu geben. Doch warum wurde Sie überhaupt in diesen Fall hineingezogen, wo es doch viele andere Vollstrecker in der Nähe des Schlosses gibt? Schon bald stellt Caitlynn fest, dass hinter dem Mord der „einfachen“ Zofe noch viel mehr steckt.

 

117 Seiten hat das dünne Büchlein. Die Geschichte rund um Caitlynn habe ich in zwei Tagen durchgelesen und für gut befunden.

 

Das Cover sieht meiner Meinung nach zu blutig aus. Obwohl eindeutig Elemente eines Krimis in dem Roman enthalten sind, so kommt doch der magische Aspekt meiner Meinung nach viel deutlicher zum Vorschein.

 

Am Anfang habe ich nicht allzu viel von der Geschichte erwartet, doch dafür, dass das Cover eher unscheinbar aussieht und das Buch so dünn ist, ist die Geschichte doch ganz gut. Ich mag die Atmosphäre von Caitlynns Welt. Angelika Diem schreibt sehr bildhaft. Ihre Beschreibungen des Hofes, der Magie und selbst ihre Beschreibungen des Wetters sind genau richtig. Ich habe beim Lesen die Angst von Caitlynn empfunden und den erwähnten Schwall kalter Luft gespürt. Ich habe den Sturm vorbeiziehen sehen und die Verwirrung über den Mörder geteilt. Die Geschichte konnte mich in seinen Bann ziehen, was ich bei Romanen besonders wichtig finde. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, so waren die gut 100 Seiten auch schon umgeblättert. Spannung ist auf jeden Fall vorhanden.

 

Am Anfang ist die Spannung besonders groß, der Prolog fesselt den Leser. Ein Mord wird begangen. Der symphatische Jadon stirbt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird Jadon jedoch zunächst nicht mehr erwähnt. Der Sprung zwischen Vorspiel und dem eigentlichen Beginn der Geschichte ist etwas verwirrend, doch wenn man den ganzen Roman gelesen hat, weiß man, worum es geht.

 

Mit den Figuren der Geschichte konnte ich mich leider nicht anfreunden, was ist ziemlich schade finde. Caitlynn wirkte durchgehend unnahbar, ebenso wie die Personen am königlichen Schloss. Die Autorin konzentriert sich mehr auf die Handlung als auf die Charaktere der Figuren, was einen Teil der Authentizität der Story einbüßt. Es sind viele Personen vorhanden, doch die meisten Charaktere sind unausgereift. Was denken sie, wie denken sie, wonach handeln sie? Was sind ihre Wünsche, was mögen sie, wie ist ihre Zukunft? All diese Fragen habe ich mir beim Lesen gestellt- doch leider keine Antwort bekommen. Es ist immer schade, wenn man sich nicht mit den Figuren identifizieren kann oder, noch schlimmer, wenn man nicht mal die genaue Identität der Figuren kennt. Vielleicht hätte der Roman etwas länger sein können. Dann hätte man die Figuren besser betrachten können und der Mordfall wäre nicht so schnell aufgeklärt.

 

Alles in allem ist „Der Baeldin-Mord“ eine nette, kleine Geschichte für zwischendurch. Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht.

 

Hier könnt ihr euch den Roman aus dem Machandel-Verlag bestellen.

*Rezension* Göttlich verloren

 (2/5)

Helen hat es wirklich nicht einfach. Sie ist eine besondere Halbgöttin, die nachts in die Unterwelt hinabsteigen kann. Dort hat sie eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Sie ist auf einer Mission und muss versuchen, die Rachegöttinnen zu beruhigen, die so viel Feindseligkeit und Zwietracht zwischen den Götterfamilien sät. In der Unterwelt begegnet sie eines Tages einen mysteriösen Jungen, der ihr das Leben rettet. Der Junge heißt Orion und schon bald begegnen sich Helen und Orion auch in der realen Welt. Sie kommen sich näher, doch kann Helen wirklich einfach auf ihre erste große Liebe Lucas verzichten? Auch wenn Lucas und Helen miteinander verwandt sind? Und dann kommt noch ein Fremder ins Spiel, der es auf Helen abgesehen hat…

 

Der erste Teil der „Göttlich“-Saga hat mir richtig gut gefallen. Da ist es klar, dass auch Band zwei nicht lange auf sich warten lässt. Ich musste es lesen. Doch nach dem Lesen muss ich sagen, dass mir das Buch nicht ganz so gut gefällt, wie ich erhofft habe.

 

Die Geschichte beginnt spannend und man wird sogleich in die Welt von Helen und Lucas gesogen, so wie man es von Josephine Angelini kennt. Die ersten Seiten sind wirklich vielversprechend. Helen hat eine Mission. In der Unterwelt begegnet sie Orion. Helen und Orion, ja, das ist so ne Sache. Am Anfang ist es ja ganz süß, wie er sich um Helen kümmert. Orion, der ein wenig arrogant und überheblich wirkt, aber auch besorgt um Helen. Wie er Helen seine Jacke leiht. Wie er ihr das Leben rettet. Alles schön und gut. Doch schon bald stürzt sich Helen in eine Liebeskrise. Lucas oder Orion? Wen soll sie lieben? Lucas natürlich. Aber er ist ihr Cousin! Oder doch lieber Orion? Aber sie hat Schuldgefühle! Als ich Helens Gedanken mit verfolgt habe, war ich genervt. Wirklich. Die Geschichte hätte so schön sein können, aber musste diese Dreiecksgeschichte jetzt wirklich sein? An einigen Stellen hat der Roman starke Parallelen zu der Bis(s)-Reihe. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Handlungen und Gedanken von Helen und Lucas sind einfach so…durchschaubar!

 

Zudem kommt die Tatsache, dass die Geschichte der griechischen Götter ziemlich verwirrend ist. Wenn man sich zuvor noch nie wirklich mit der antiken Mythologie auseinandergesetzt hat, läuft man Gefahr, irgendwann die Handlung der Geschichte nicht mehr zu verstehen. Welches Haus kämpft jetzt gegen wen? Was hat diese oder jene Göttin bzw. dieser oder jener Gott nochmal mit dem Trojanischen Krieg gemein? Verwirrend…

 

Das Ende war dann wieder ganz nett und spannend. Doch insgesamt überwiegen leider die negativen Punkte. Schade! Hätte Josephine Angelini weniger Wert auf die Dreiecksbeziehung zwischen Helen, Orion und Lucas gelegt, wäre die Geschichte um Längen besser geworden.

 

So gibt es von mir nur zwei von fünf Herzen.

 

Wer möchte, kann sich das Buch aus dem Dressler Verlag hier bestellen.

*Rezension* Jaden Page und das Geheimnis der Traumreisen

(4/5)

Jaden Page ist ein normaler elfjähriger Junge. Er spielt gerne mit seinen Freunden und genießt die kindliche Unbeschwertheit. Eines Tages träumt Jaden von einem Zauberwald und trifft dort auf Ilja, der jenen Wald sein Zuhause nennt. Die beiden Kinder freunden sich an und da ist der Traum auch wieder zu Ende. Am Tag geht Jaden seinen Beschäftigungen nach und hat den Traum fast schon vergessen. Doch er kehrt immer wieder zurück in dieses Traumland…ist das wirklich alles nur ein Traum? Sein Großvater hatte einst ebenfalls diese Träume gehabt und wurde kurzerhand für verrückt erklärt. Nach und nach wird sich Jaden bewusst, dass er eine Aufgabe im Traumland zu erfüllen hat. Und dann wird sein Freund Nick entführt. Kann er es schaffen, zusammen mit Iljas Nick zu befreien?

Ich muss zugeben, dass für mich das Cover eines Buches eine gewisse Rolle spielt. Oft ziehen mich schöne Cover geradezu magisch an. „Jaden Page und das Geheimnis der Traumreisen“ sieht vom Umschlag her für mich eher unscheinbar aus, doch dahinter verbirgt sich ein wahres Lesejuwel.

Die Charaktere der Geschichte sind so lieb ausgekügelt und gestaltet, dass sie wahrhaft lebendig wirken. Jaden Page ist ein netter Junge, der Held der Geschichte, mutig und tapfer, aber auch lustig und frech. Und dann sind da Nick und Louisa, Konrad und Lenni. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team und eine tolle Bande. Diana Ferch beschreibt ihre Unternehmungen bildhaft schön. Das friedliche Toben der Kinder, ihre Unternehmungen, frechen Bemerkungen und Streiche… Diana Ferch erschafft für den Leser eine eigene Traumwelt, die Traumwelt der Kindheit.

Sie schreibt flüssig und fesselnd. Die Geschichte fängt mäßig interessant an, zieht sich am Anfang etwas in die Länge, weil man nicht weiß, wozu die Dinge so verlaufen, wie sie nun mal verlaufen. Die Geschichte wird jedoch immer spannender und spannender. Ich wollte wissen, wie es denn nun weiterging, ob Jaden es schaffen kann, Nick zu befreien. Der Spannungsbogen ist bis zum äußersten gespannt, ich versank beim Lesen völlig in der Welt von Jaden. Ich liebe Geschichten, die dem Leser eine private Kopfkinovorstellung liefern…und „Jaden Page“ gehört da ganz sicher dazu.

„Jaden Page und das Geheimnis der Traumreisen“ ist ein Buch über Freundschaft und Hoffnung, Verzweiflung und Glück. Es handelt von den kindlichen Träumen und wie die erwachsene Gesellschaft diese zu zertreten versucht. Die Geschichte vermittelt einem den wahren Stellenwert der Träume.

Eine fantasievolle, traumhaft schöne Geschichte!

Neugierig geworden? Hier geht es zur Bestellung des Buches 🙂

*Rezension* Der Nachtzirkus

(3/5)

 

Der Cirque des Rêves ist besser bekannt als: der Zirkus der Träume. Er öffnet nur in der Nacht, lädt die Besucher in die schwarzweiß gestreiften Zelte ein und verzaubert sie mit fantastischen Kunststücken. So, wie die Welt es noch nie zuvor gesehen hat. Doch nur die wenigsten Menschen wissen, dass der Zirkus nicht um des Zirkus willen besteht. Der Cirque des Rêves ist nämlich der Austragungsort eines Wettkampfes auf Leben und Tod, angeleitet von zwei befeindeten Magier, die jeweils einen Lehrling zum Kampfe ausbilden. Celia und Marco sind die beiden auserwählten Zauberlehrlinge. Im Zirkus stellen sie ihr Können unter Beweis und versuchen das Spiel, den Kampf, zu gewinnen, bis sie anfangen, sich ineinander zu verlieben…

 

„Der Nachtzirkus“. Ein wahrhaft toller Name für ein Buch. Es klingt so geheimnissvoll, so spannend und düster. Hinzu kommt das wunderschöne Cover. Von der Optik ist das Buch einfach top.

 

Als ich angefangen habe zu lesen, war ich einfach begeistert. Diese Autorin hat wirklich etwas drauf! Diese zarten Beschreibungen von dem Zirkus der Träume sind so toll, dass der Leser wahrhaft Kopfkino erlebt. Ich konnte den Geruch von Popcorn einatmen und die angespannte Abendstimmung spüren, kurz bevor der Zirkus aufmachte. Ich konnte die staunenden Kinderaugen sehen und die kunstvoll erschaffenen Zelte bewundern.  Beim Lesen bekam ich große Lust, den Nachtzirkus selbst einmal zu besuchen. Und aus diesem Grunde musste ich einfach immer weiterlesen, immer mehr von den Geheimnissen der schwarzweißen Zelte aufdecken.

 

Doch nach hundert, zweihundert Seiten fragte ich mich, wo denn nun die Handlung bliebe. Von dem Spiel, um das es sich eigentlich die ganze Zeit dreht, bekommt der Leser nur sehr wenig mit. Die Handlung ist nebulös und unübersichtlich. Die teilweise sehr großen Zeitsprünge zwischen den einzelnen Kapiteln machen das Lesen noch beschwerlicher. Da befand man sich in dem einen Kapitel noch im Jahre 1900, und im nächten Kapitel springt man wieder einige Jahre zurück, nur um im darauffolgenden Kapitel wiederum einen riesigen Zeitsprung nach vorne zu machen.

 

Vor allem hat es mit verwundert, dass selbst Celia und Marco die Spielregeln nicht ganz kannten. Dabei waren sie die beiden Spieler! Diese Tatsache lässt das Ganze ziemlich verschwommen wirken. Was sollte dieses Spiel, von dem niemand genau die Regeln kannte? Dafür, dass hinten auf dem Buch geschrieben steht, dass es sich um ein Spiel auf Leben und Tod handelt, erfahren die Figuren in der Geschichte erst sehr spät, dass das Leben auf dem Spiel steht.

 

Ihr Kampf, das Spiel, die Liebesbeziehung zwischen Celia und Marco oder besser gesagt: die gesamte Handlung tritt bei dieser Geschichte in den Hintergrund. Vor allem geht es hier einfach um den Zirkus. Um den Zirkus mit all seinen vielversprechenden Attraktionen.

 

Die Beschreibungen der Zelte und der Stimmung, der Erwartung und der Künsten der Artisten sind sehr gut gelungen. Die Beschreibungen der Figuren an sich dagegen weniger. Celia und Marco wirken flach. Überhaupt bekommt man von den Menschen nur wenig mit.

 

Es scheint, als hätte Erin Morgenstern vor allem den Zirkus beschreiben wollen und später noch versucht, irgendwie eine passende Rahmengeschichte darum zu stricken.

 

Alles in allem ist das Buch für Zirkusliebhaber und Träumer ganz hervorragend, die versprochene Liebesgeschichte und das Spiel an sich kommen jedoch meiner Meinung nach zu kurz.