J.K. Rowlings Pseudonym oder auch: Wie jetzt? Ich wusste nichts davon??

Hallo!

Als ich gerade einige meiner Lieblings-Harry-Potter-Internetseiten aufsuchte, ist mir überall eine brisante Nachricht ins Auge gesprungen. J.K.Rowling, ja, DIE J.K.Rowling, die allerallerallerbeste Schriftstellerin, die es gibt, hat doch tatsächlich einen neuen Roman veröffentlicht. Und ich habe nichts davon mitbekommen. Ich wusste nichts davon. Nix. Abslout. Gar.Nix. Oh mann. Zumindest bin ich nicht die einzige, die überrascht von ihrer neuen Veröffentlichung ist. J.K. Rowling hat nämlich ihr neues Werk unter dem Pseudonym

Robert Galbraith

veröffentlicht. Es handelt sich bei ihrer neuen Geschichte um einen Krimi namens „The Cuckoo’s Calling“ („Der Ruf der Kukucks“).

 

     

So sehen zwei verschiedene Cover von „The Cuckoo’s Calling“ aus.

Im „Telegraph“ sagt J.K. Rowling folgendes zu der überraschenden Enthüllung:

„Ich hatte gehofft, das Geheimnis noch etwas länger wahren zu können, denn Robert Galbraith zu sein ist so eine befreiende Erfahrung gewesen. Es ist wundervoll gewesen ohne Hype und große Erwartungen zu veröffentlichen und es war ein pures Vergnügen, Feedback unter einem anderen Namen zu bekommen.“ 

Mich würde es ja mal interessieren, wie die ganze Sache bekannt geworden ist. Zugegeben, ohne zu wissen, dass J.K.Rowling dahinter steckt, wäre mir der Krimi nie ins Auge gesprungen. Doch nun steht er auf Platz 1 meiner Wunschliste. 😉

♥ Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Harry Potter liebe?♥

 

Was haltet ihr von der ganzen Sache? Wollt ihr die Geschichte auch lesen? Oder hat es jemand von euch sogar schon gelesen? 🙂

Liebe Grüße!

Buchheldin

*Rezension* Der Baeldin-Mord

 

 (3/5)

Caitlynn ist eine Vollstreckerin und wird eines Tages auf Schloss Baeldin gerufen. Eine Zofe wurde ermordet. Als fähige Ermittlerin hat Caitlynn nun die Aufgabe, die Hintergründe des Mordes aufzudecken und dem Mörder ein gerechtes Urteil zu geben. Doch warum wurde Sie überhaupt in diesen Fall hineingezogen, wo es doch viele andere Vollstrecker in der Nähe des Schlosses gibt? Schon bald stellt Caitlynn fest, dass hinter dem Mord der „einfachen“ Zofe noch viel mehr steckt.

 

117 Seiten hat das dünne Büchlein. Die Geschichte rund um Caitlynn habe ich in zwei Tagen durchgelesen und für gut befunden.

 

Das Cover sieht meiner Meinung nach zu blutig aus. Obwohl eindeutig Elemente eines Krimis in dem Roman enthalten sind, so kommt doch der magische Aspekt meiner Meinung nach viel deutlicher zum Vorschein.

 

Am Anfang habe ich nicht allzu viel von der Geschichte erwartet, doch dafür, dass das Cover eher unscheinbar aussieht und das Buch so dünn ist, ist die Geschichte doch ganz gut. Ich mag die Atmosphäre von Caitlynns Welt. Angelika Diem schreibt sehr bildhaft. Ihre Beschreibungen des Hofes, der Magie und selbst ihre Beschreibungen des Wetters sind genau richtig. Ich habe beim Lesen die Angst von Caitlynn empfunden und den erwähnten Schwall kalter Luft gespürt. Ich habe den Sturm vorbeiziehen sehen und die Verwirrung über den Mörder geteilt. Die Geschichte konnte mich in seinen Bann ziehen, was ich bei Romanen besonders wichtig finde. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, so waren die gut 100 Seiten auch schon umgeblättert. Spannung ist auf jeden Fall vorhanden.

 

Am Anfang ist die Spannung besonders groß, der Prolog fesselt den Leser. Ein Mord wird begangen. Der symphatische Jadon stirbt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird Jadon jedoch zunächst nicht mehr erwähnt. Der Sprung zwischen Vorspiel und dem eigentlichen Beginn der Geschichte ist etwas verwirrend, doch wenn man den ganzen Roman gelesen hat, weiß man, worum es geht.

 

Mit den Figuren der Geschichte konnte ich mich leider nicht anfreunden, was ist ziemlich schade finde. Caitlynn wirkte durchgehend unnahbar, ebenso wie die Personen am königlichen Schloss. Die Autorin konzentriert sich mehr auf die Handlung als auf die Charaktere der Figuren, was einen Teil der Authentizität der Story einbüßt. Es sind viele Personen vorhanden, doch die meisten Charaktere sind unausgereift. Was denken sie, wie denken sie, wonach handeln sie? Was sind ihre Wünsche, was mögen sie, wie ist ihre Zukunft? All diese Fragen habe ich mir beim Lesen gestellt- doch leider keine Antwort bekommen. Es ist immer schade, wenn man sich nicht mit den Figuren identifizieren kann oder, noch schlimmer, wenn man nicht mal die genaue Identität der Figuren kennt. Vielleicht hätte der Roman etwas länger sein können. Dann hätte man die Figuren besser betrachten können und der Mordfall wäre nicht so schnell aufgeklärt.

 

Alles in allem ist „Der Baeldin-Mord“ eine nette, kleine Geschichte für zwischendurch. Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht.

 

Hier könnt ihr euch den Roman aus dem Machandel-Verlag bestellen.

*Rezension* Sherlock Holmes- Gesammelte Werke

Doyle Sherlock Holmes - Gesammelte Werke

(4/5)

Sherlock Holmes, der weltberühmte Detektiv. Wer kennt ihn nicht? In diesem dicken Wälzer sind 39 Holmesgeschichten aus Arthur Conan Doyles Feder enthalten. Ich bin mittlerweile ein richtiger Sherlock-Holmes-Fan. Es ist so unglaublich faszinierend, wie er selbst die kniffligsten Fälle mithilfe seines Mitarbeiters Dr.Watson löst. Sein Scharfsinn…seine Logik…genial :-). Mitten in einer Geschichte bin ich mir sicher, dass es doch einfach unmöglich ist, diesen Fall logisch aufzuschlüsseln, aber dann wird alles aufgelöst und ich denke: Achsooooo ist das, wäre ich bloß auch drauf gekommen…

Lange war ich auf der Suche nach einem Sammelband mit vielen Holmesgeschichten. Diese Ausgabe vom Anaconda-Verlag ist die beste Version, die ich dabei entdeckt habe. Das Buch ist von der Optik her schon richtig edel. Der Einband aus Leinen hält die gut 1000 Seiten schön stabil. Die Seiten sind dünner als herkömmliche Buchseiten, aber nun gut. Es müssen ja auch 39 Geschichten untergebracht werden.

Ich finde es gut, dass in diesem Sammelband sowohl Kurzgeschichten als auch Romane über den berüchtigten Detektiv zu finden sind. So kann man sich einfach dieses Buch besorgen und erhält gleich einen guten Überblick über das Schaffen von Holmes. Doch einen Kritikpunkt habe ich:

Die Geschichte „Eine Studie in Scharlachrot“ ist in diesem Werk leider nicht vorhanden. Das hat mich sehr geärgert, denn in dieser Geschichte treffen Dr.Watson und Sherlock Holmes zum allerersten Mal aufeinander…wäre es da nicht eigentlich besonders sinnvoll, diese Geschichte mit in das Werk zu tun? So habe ich also noch vor dem Erscheinungstermin den Anacondaverlag kontaktiert, welche mir gesagt hätten, dass die Geschichte sehr wohl in dem Werk enthalten wäre. Nun. Ist sie nicht. Weder unter dem Namen „Eine Studie in Scharlachrot“ noch unter irgendeinem anderen Namen. Schade, schade. Gerade diese eine fehlende Geschichte macht für mich das Buch unvollständig.

Trotz des kleinen Mankos kommt man als Holmesliebhaber einfach nicht um dieses Buch herum. Insgesamt ein sehr schönes Sammelwerk, das ich gerne weiterempfehle.

Neugierig geworden? Hier kann man sich das Buch bestellen.

Danke an den Anaconda-Verlag für die gesammelten Werke über Holmes!

Schönes Zitat

Vor Ewigkeiten habe ich mal das Buch „isola“ von Isabel Abedi gelesen. Das Buch ist sehr schön geschrieben. Vor einigen Tagen habe ich mal darin geblättert und bin auf ein wirklich wundervolles Zitat gestoßen:

“ Und in diesem Moment wurde mir klar, dass man einen Menschen nicht kennen muss, um sich in ihn zu verlieben. Man muss nicht einmal mit ihm gesprochen haben. Seit diesem Augenblick weiß ich auch, dass Liebe schneller sein kann als unser Bewusstsein, das in meinem Fall nur stolpernd hinterherkam. Liebe ist etwas, auf das man keinen Einfluss hat, sondern etwas, das einen findet – ohne Grund, ohne Kommentar und ohne, dass man sich dagegen wehren kann. Vielleicht ist es mit der Liebe so wie mit der Musik, man kann sie nicht erklären, sie trifft einen wortlos – mitten ins Herz. “

-Isabel Abedi „isola“

Ich liebe dieses Zitat. ♥

Wie ein Flügelschlag

Als Jana ein Stipendium für ein sehr bekanntes Sportinternat bekommt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Während sie ihrer großen Leidenschaft, dem Schwimmen, nachgehen kann, lernt sie eine Freundin kennen. Melanie Wieland. Umso bestürzter ist sie, als sie von dem Mord an jene erfährt. Doch wie ist sie tatsächlich gestorben? War es bloß „Herzversagen“? Zusammen mit Mika, Melanies Bruder, versucht Jana, dem wahren Grund für Melanies Tod herauszufinden und kommen dabei so manch einem Geheimnis auf die Schliche.

 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Das erste Kapitel handelt von dem Auffinden von Melanies Leiche. Danach wird ein Sprung in die Vergangenheit gemacht, so das der Leser die letzten Wochen vor Melanies Tod verfolgen kann. Später begeben sich Jana und Mika auf eine spannende Suche nach Melanies Todesursache.

 

Jutta Wilke schreibt spannend und lebendig. Durch das spannende erste Kapitel war ich schon nach den ersten Seiten völlig in der Geschichte drin. Die Umgebung und die Landschaften in der Geschichte sind sehr lebhaft beschrieben. Man kann förmlich den klassischen Chlorgeruch im Schwimmbad riechen. Vor dem inneren Auge spielt sich während dem Lesen ein ganzes Kino ab. Ich finde es immer toll, wenn Autoren es schaffen, dem Leser einen richtigen Gedankenfilm zu bieten. Nach dem super Einstieg in die Geschichte geht es aber erstmal weniger spannend weiter. Die Vorgeschichte, die vor dem Mord geschieht, nimmt fast die Hälfte der Seiten im gesamten Buch ein. Zwar ist der Schreibstil weiterhin flüssig und gut zu lesen, jedoch verpufft die Begeisterung nach und nach, da dieser Teil einfach zu lange geht. Wenn Jana und Mika, die sich sehr gut verstehen, zusammen Melanies Tod genauer untersuchen wollen, kommt die Geschichte wieder richtig in Schwung. Die Hinweise, auf die sie stoßen, sich sehr geschickt in die Geschichte eingebaut. Die zarten Gefühle, die Jana für Mika empfindet, gut in den eigentlichen Inhalt verflochten.

 

Durch die Erzählung aus Janas Sicht konnte ich mich beim lesen gut in sie hineinversetzen. Nach und nach wurde ich fast zu einer zweiten Jana und habe die Außenwelt vergessen, um endlich zu wissen, warum Melanie sterben musste. Besonders die Figur Mika finde ich gut getroffen. Seine Gefühle, seine Gedanken und seine Taten werden sehr genau und detailliert beschrieben. Er wirkt symphatisch und man hat Mitleid für ihn, weil er seine geliebte Schwester verloren hat.

 

Alles in allem ist „Wie ein Flügelschlag“ ein wunderschönes Jugendbuch zum mitfiebern.