Zitate

Kennst du das? Du bist tief in einer Lektüre versunken, vertiefst dich in die Geschichte, bist völlig in der Bücherwelt gefangen. Und dann liest du es. Ein Satz, ein Text, der dich so berührt, dass du ihn noch einmal lesen musst. Und noch einmal. Textstellen, die so wundervoll geschrieben sind, dass man sie am liebsten auf riesige Plakate schreiben und überall aufhängen würde. Tolle Zitate, die man mit der ganzen Welt teilen will. ♥

Hier ist eine Auswahl davon. Ich hoffe, sie gefallen dir genauso wie mir. Kennst du noch ein tolles Buchzitat, dass noch nicht hier aufgelistet ist? Ich freue mich riesig, wenn du mir eine Mail ( buchheldin@hotmail.de) mit dem fehlenden Zitat schreibst, damit ich es ergänzen kann. 🙂

„Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen.Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche. Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge? Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.“

– Antoine de Saint-Exupéry, „Der kleine Prinz“

 

Adieu,“ sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“

– Antoine de Saint-Exupéry, „Der kleine Prinz“

“ Und in diesem Moment wurde mir klar, dass man einen Menschen nicht kennen muss, um sich in ihn zu verlieben. Man muss nicht einmal mit ihm gesprochen haben. Seit diesem Augenblick weiß ich auch, dass Liebe schneller sein kann als unser Bewusstsein, das in meinem Fall nur stolpernd hinterherkam. Liebe ist etwas, auf das man keinen Einfluss hat, sondern etwas, das einen findet – ohne Grund, ohne Kommentar und ohne, dass man sich dagegen wehren kann. Vielleicht ist es mit der Liebe so wie mit der Musik, man kann sie nicht erklären, sie trifft einen wortlos – mitten ins Herz.“

-Isabel Abedi „isola“

Ich glaube, dass die Angst, die man hat, wenn man am Abgrund steht, in Wahrheit vielmehr eine Sehnsucht ist. Eine Sehnsucht sich fallen zu lassen- Oder die Arme auszubreiten und zu fliegen.

-Isabel Abedi, „Whisper“

 

Wäre meine Liebe ein Meer, es gäbe kein Land. Wäre sie eine Wüste, sähe man nichts als Sand. Wäre meine Liebe ein Stern hoch am Himmelszelt, dann strahlte der Himmel bis ans Ende der Welt.

– Jay Asher , „Tote Mädchen lügen nicht“

Liebe ist ein Wort, das du nur mit blutroter Tinte schreiben solltest. Liebe treibt dich dazu, die seltsamsten Dinge zu tun. Sie lässt dich regenbogenfarbene Bonbons verteilen, sie lässt dich in roten Schuhen durch die Strassen tanzen, und sie schreckt nicht davor zurück, dich nachts mit blutenden Händen Gräber in paradiesische Gärten hacken zu lassen. Liebe schlägt tiefe Wunden, aber auf eine ihr eigene Art heilt sie auch, vorausgesetzt du lässt ihr die Zeit dazu. Ich werde neue Wunden davontragen noch ehe die alten verheilt sind, und ich werde anderen Menschen Wunden zufügen. jeder von uns trägt ein Messer.

– Andreas Steinhöfel, „Die Mitte der Welt“

Stell dir vor, du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen: Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86400 Euro auf deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat. Die erste Regel ist: Alles was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank eine neues Konto mit neuen 86400 Euro für den kommenden Tag. Zweite Regel: Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann sie sagen: Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schließen und du bekommst kein neues mehr. Was würdest du tun??? Du würdest dir alles kaufen was du möchtest? Nicht nur für dich selbst, auch für alle Menschen die du liebst. Vielleicht sogar für Menschen die du nicht kennst, da du das nie alles nur für dich alleine ausgeben könntest. Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn zu nutzen oder? Aber eigentlich ist dieses Spiel die Realität: Jeder von uns hat so eine “magische Bank”. Wir sehen das nur nicht. Die magische Bank ist die Zeit. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren, gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung. Was machst du also mit deinen täglichen 86400 Sekunden? Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro? Also fang an dein Leben zu leben!

– Marc Levy, „Solange du da bist“

Vor der Kamera, das wusste Noa, entwickelte sogar der selbstbewussteste Mensch eine sonderbare Scheu – eine Mischung aus Abwehr und Angst. Die Macht lag bei dem, der hinter der Kamera war, denn im Unterschied zum Modell verbarg der Fotograf sein Gesicht. Vor der Kamera war man schutzlos, ausgeliefert, man stand da wie vor einer Frage, auf die man keine Antwort wusste. Wie sollte man aussehen – welches Gesicht wurde von einem erwartet – ein schönes Gesicht? War man denn schön? Fühlte man sich so, wie man aussehen sollte?

– Isabel Abedi, „Whisper“

 

Der Bücherwurm

Ich sitze über ein Buch gebeugt, ich habe vertieft mich und verträumt, Das Feuer erlosch, kalt ist’s im Gemach, ich habe Bett und Schlaf versäumt. Die schöne Freundin, die bei mir ist, fühlt endlich ihren Zorn entfacht, Sie reißt die Lampe vom Tische fort, denn längst schon hat sie das Bett gemacht, Und fragt mich: Lasest du nun genug? Und weißt du nicht, wie spät es ist? Das nenn‘ ich einen wackern Mann, der über dem Lesen das Lieben vergißt.

– Tsen-Tsai, Jan (1716 – 1797)

Wenn man einen geliebten Menschen verliert, hält man die Erinnerung an ihn fest, an den Klang des Lachens, an das Gefühl und den Geruch von Haut und Haaren. Aber wenn genug Zeit verstrichen ist, gehen auch diese Erinnerungen allmählich verloren, man kann den Geruch nicht mehr heraufbeschwören, das Lachen und das Weinen nicht mehr hören. Auch bleibt alles nicht genau so in Erinnerung, wie es wirklich einmal war. Gesichter und Stimmen verschwimmen und gerade die Dinge, die uns unverwechselbar machen, verblassen mit der Zeit.
– Cecilia Ahern, “Vergiss mein nicht”

Na ja, die Welt ist nicht so simpel, wie man es uns oft glauben machen will. Die Umrisse sind ungenau, was wirklich zählt, sind die Schattierungen. Nichts ist entweder schwarz oder weiß, das Böse kann eine Verkleidung des Guten oder der Schönheit sein und umgekehrt, und das eine muss das andere nicht ausschließen. Ein Mensch kann lieben und den geliebten Menschen trotzdem hintergehen, ohne dass sich sein Gefühl für ihn deswegen verändert. Ein Mann kann gleichzeitig Vater, Bruder, Sohn und Geliebter sein – Opfer und Henker…Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Das Leben ist ein ungewisses Abenteuer in einer Landschaft, deren Konturen immer in Bewegung sind: Jede Grenze ist künstlich, alles kann jeden Augenblick beginnen oder jäh enden, wie unter einem unerwarteten Axthieb, für immer und ewig. Die einzige absolute, kompakte, unstrittige, endgültige Wahrheit ist der Tod. Und wir sind nichts als ein kleiner Blitz zwischen zwei ewigen Nächten, und uns ist sehr wenig Zeit gegeben.

-Arturo Pérez-Reverte, “Das Geheimnis der schwarzen Dame”

 Ich kann akzeptieren, dass andere Menschen tatsächlich gern Pizza mit Ananas essen oder R’n’B mögen oder Drogen nehmen. Aber dass sie Freunden nicht zuhören können oder wollen, unbeirrbar pessimistisch sind und nicht bereit, zu geben, was sie nehmen, akzeptiere ich nicht. Das ist einfach falsch. Nicht ein alternatives Lebensmodell oder ein anderer Geschmack, sondern schlicht und einfach eine Unverschämtheit.

– von Sarah Kuttner , „Mängelexemplar“

Angst ist das einzige Hindernis, das uns davon abhält, das zu tun, was wir tun möchten. Die Menschen haben Angst davor, Reisen zu unternehmen, etwas Neues auszuprobieren, ihre Träume zu verwirklichen. Angst hält uns davon ab, das Leben zu führen, das wir eigentlich führen sollen.
– Biografie von Miley Cyrus

Ich habe gedacht, ich wüsste, wie Liebeskummer geht: Halte durch, es geht vorbei. Aber diesmal nicht. Du denkst, du wirst niemals wieder glücklich sein und lachen. Du denkst, dein Leben ist zu Ende. Du wünschst, dein Leben ist zu Ende und mit ihm die Schmerzen. Du glaubst, dass du nie wieder jemandem dein Herz schenken wirst, weil: Kaputte Sachen verschenkt man nicht. Jeder Sonnenstrahl verhöhnt dich, und jeder Regentropfen ist schmerzhaftes Mitleid aus dem Himmel. Nichts tut so unendlich weh wie die Liebe, wenn sie verloren geht.

-Ildikó von Kürthy, “Blaue Wunder”

24 Gedanken zu “Zitate

  1. nanacara schreibt:

    Wunderschöne Zitate! ❤ Das Zitat aus "Isola" finde ich super, aber auch das Zitat aus "So lange du da bist" mit dieses "Wettbewerb" finde ich sehr eindrücklich!!
    Liebe Grüsse,
    nanacara 😉

  2. Muna schreibt:

    Hallo meine Liebe,
    ich finde die Idee mit den Buchzitaten wundervoll. So bleiben einem die Bücher noch besser in der Erinnerung. Beim Lesen der Zitate fühlt man wieder, was einen bewegt hat dieses Zitat zu notieren.
    Durch das Kommentar Spiel auf lovelybooks.de bin ich auf deinen Blog gestoßen. Er gefällt mir sehr gut. Über einen Gegenbesuch würde ich mich natürlich freuen.

    Lieben Gruß
    Muna von buecherhaut.blogspot.com

  3. satiren schreibt:

    Das Zitat von “Der Kleine Prinz” hat mir gefallen und ist gut gewählt. Auch ich liebe den Fuchs und seine Redensart

    Hier noch ein Bücher-Zitat:

    Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, er hätte sie selbst machen können.
    Blaise Pascal

  4. Exchange.life schreibt:

    Die Zitate sind alle richtig schön. Besonders gut gefällt mir das aus „Solange du da bist“.
    Ein Zitat was du nicht aufgeschrieben hast und was meiner Meinung nach die beste Stelle in „Whisper“ ist, ist: „Ich glaube, dass die Angst, die man hat, wenn man am Abgrund steht, in Wahrheit vielmehr eine Sehnsucht ist. Eine Sehnsucht sich fallen zu lassen- Oder die Arme auszubreiten und zu fliegen.“
    Lg Kathy

  5. Jana schreibt:

    Hi, ich finde die Zitate echt super. Vor allem das aus „Solange du da bist“ gefällt mir gut. Ich habs mir mal gleich aufgeschrieben 😀 Aber auch die anderen Zitate sind sehr schön, ich hoffe du stellst noch mehr rein.
    LG Jana

  6. Liese schreibt:

    Ich liebe Zitate allgemein. Ich habe sogar extra ein Notizbuch nur mit Zitaten, die ich mit sauberer Handschrift reinschreibe, angelegt. Ich liebe es…

    • Buchheldin schreibt:

      Wie cool ist das denn, ich habe mir auch vor einiger Zeit so ein Buch angelegt! 🙂 Die allermeisten Zitate auf dieser Seite stehen da drin. Es ist so toll. 🙂

  7. Liese schreibt:

    Ohh, ich liebe diese Zitate…
    Ich hab dir ja auch eins geschickt und ich bin richtig froh, dass du es aufgenommen hast ^_^
    Am besten gefällt mir eigentlich das Zitat aus „Solange du da bist“, weil es einfach total wahr ist.

    LG
    Liese

    • Buchheldin schreibt:

      Jaa, nochmals danke! Das Zitat aus „Whisper“ ist auch echt toll. 🙂
      Ich mag alle Zitate auf dieser Seite. Sie beschreiben die Dinge, die jeder fühlt. Aber nur die talentiertesten Autoren schaffen es, diese Dinge und Gefühle in Worte zu fassen. ^^

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