*Rezension* Frag doch mal die Maus… beim Arzt

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 (4/5)

Jedes Kind hat schon mal Kontakt mit einem Arzt gehabt. Egal ob bei den U-Untersuchungen, die schon kurz nach der Geburt angesetzt sind oder beim Zahnarzt, die Weißkittel sind für Kinder ganz schön interessant. Damit die Kleinen auch verstehen, was in der Praxis so alles passiert, nimmt uns die Maus mit auf eine spannende Reise durch diverse Arzt- und Krankenhauszimmer

Die Figuren, die durch das Buch führen, heißen Nina und Tim. Die beiden Kinder gehen zum Arzt, weil Nina Bauchschmerzen hat und für ihren jüngeren Bruder eine Vorsorgeuntersuchung ansteht

Die dicken Pappseiten enthalten viele Informationen zum Arztbesuch, zeigen die Routineabläufe bei verschiedenen Fachärzten und erklären die Untersuchungsutensilien. Hinter zahlreichen Klappen verbergen sich auf den Seiten weitere Details und Informationen. Den Kindern wird hier erklärt, wozu man eine Impfung braucht, wie man eine Wunde verbindet und woran man eine Allergie erkennt. In dem Pappbuch steckt jede Menge unterhaltendes und spannendes Wissen. Die Texte sind von der Länge her ideal für junge Kinder, da die einzelnen Abschnitte kurz gehalten sind und man jederzeit eine Pause einlegen kann, um sich mit den Bildern der Geschichte zu beschäftigen. Auf den zahlreichen Illustrationen sieht man die Liebe zum Detail, hier auf dem Arzttisch ist eine Spielzeuggiraffe versteckt und dort über der Sehtesttafel lümmelt eine kleine Stoffmaus.

Am Ende des Buches verbirgt sich noch ein schönes Papp-Memoryspiel mit Karten zum Herausdrücken

Für Kinder ab 3 Jahren mag das Buch doch noch etwas überfordern, die würden sich wohl eher mit den Bildern als mit dem Text und der eigentlichen Geschichte beschäftigen. Für ältere Kinder so ab 5 oder 6 Jahren eignet sich „Frag doch mal die Maus – Beim Arzt“ perfekt für unterhaltsame Lesestunden alleine oder mit Eltern und Geschwistern.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem cbj-Verlag bestellen.

*Rezension* Bauchchirurg schneidet hervorragend ab

 (5/5)

Perlen des Lokaljournalismus – ein unterhaltsames Büchlein zum Blättern und Schmökern. Auf gut 200 Seiten erklären Ralf Heimann und Jörg Homering-Elsner die witzigen Seiten der Presse. Egal ob es sich hierbei um unglückliche Formulierungen, Aneinanderreihung der Sätze oder Text-Bild-Scheren handelt, die lustigen Geschichten sind in dem Album versammelt und für die Ewigkeit archiviert. Ein paar Beispiele: „Schwarzfahren doppelt so teuer – EVAG erhöht von 40 auf 60 Euro“ oder „Jubiläum: Realschulreaktor seit 40 Jahren im Dienst“

Natürlich wissen alle sofort, was der Autor des Textes eigentlich schreiben wollte, dennoch regen die Verschreiber zum Schmunzeln an. Die Titelzeilen sind als Foto oder Screenshot im Buch eingefügt. Unter jedem Bild kommentieren die Autoren kurz den Fauxpas

„Bauchchirurg schneidet hervorragend ab“ aus dem Heyne-Verlag liest sich als lockere Leküre. Ideal zum Unterwegs-kurz-reinblättern und lachen.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem Heyne-Verlag bestellen.

*Rezension* Der magische Blumenladen

 (4/5)

Violet liebt den Blumenladen ihrer Tante Abigail. Immer wenn sie Zeit hat, hilft sie hier aus. Normalerweise lebt sie bei Tante June und Onkel Nick, denn ihre eigenen Eltern sind bei einem Autounfall vor vielen Jahren gestorben. Eines Tages darf Violet bei Abigail übernachten. Ausgerechnet da taucht eine geheimnisvolle Kundin, Mrs. Goodwill, im Laden auf, woraufhin Abigail stürmisch verreist. Violet beschließt kurzerhand, im Blumenladen zu bleiben und die dortigen Geheimnisse zu ergründen. Sie findet ein verzaubertes Blumenbuch, das sie mit ihren Freunden Jack und Zack genauer unter die Lupe nimmt. Stecken die Antworten zu Abigails plötzlicher Reise in dem Buch?

„Der magische Blumenladen – Ein Geheimnis kommt selten allein“ nimmt die jungen Leserinnen mit auf eine zauberhafte Reise, in der Kater übersinnliche Fähigkeiten besitzen, Blumen Zauberkräfte haben und alles möglich zu sein scheint.

Die Geschichte ist schön geschrieben und spannend erzählt. Junge Mädchen werden hier ganz auf ihre Kosten kommen. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und enden fast immer mit einem Cliffhanger, sodass man unbedingt weiter lesen möchte. Die Bilder der Illustratorin Tourlonias sind detailreich und so schön, dass meine kleine Schwester beim Lesen gleich mehrmals hinschauen wollte 

Das einzige Manko an der Geschichte ist die Tatsache, dass sie in England spielt. Vor allem für junge Leserinnen ab acht Jahren ist es nicht ganz einfach, Namen wie „Violet“, „Abigail“, „Miss Hedgehog“ und „Cornwall“ richtig auszusprechen, was teilweise zu Irritationen führen kann. Hier wäre es vielleicht geschickter gewesen, die Geschichte nicht zu „verenglischen“.

Nach dem ersten Band bleiben viele Fragen in der Geschichte offen, sodass man zwangsläufig sich auch die anderen Bände der Mädchenbuchreihe kaufen sollte. Der Autounfall von Violets Eltern scheint immer noch nicht aufgeklärt zu sein, das Blumenbuch verbirgt offenbar ein Geheimnis und Tante Abigail wirkt so, als wollte sie Violet noch so einiges mitteilen.

„Der magische Blumenladen – Ein Geheimnis kommt selten allein“ ist der Auftakt einer Mädchenreihe, die viel zu versprechen scheint. Lesenswert!

 

Hier könnt ihr euch das Buch aus dem Ravensburger Verlag bestellen.

 

 

Zitat von Konfuzius

"Ancient Wisdom," 2011 © michi64 (Photographer. Dresden, Germany) "No matter how busy you may think you are, you must find time for reading or surrender yourself to self-chosen ignorance." - Confucius ... Posting an image without its original source URL is surrendering  to self-chosen ignorance ... http://www.pinterestnews.org/2012/06/23/beginner http://www.graphicsfairy-crafts.com/2012/03/how-to-find-original-source-of-image-on.html Learn & tell the whole story. Give credit where due.:

bildquelle

Dies ist so wahr, oder? Ich habe mir jetzt vorgenommen, jeden Tag 10 Seiten zu lesen. Das macht bei einer Anzahl von 200 Seiten pro Buch etwa 18 Bücher im Jahr. Meistens lese ich aber dann mehr als 10 Seiten, so möchte ich erreichen, dieses Jahr ein bisschen mehr von meinem SuB abzubauen und vor allem möchte ich Ende 2017 in meiner Jahresbilanz mehr gelesene Bücher haben. 🙂

Auf ein gutes Lesejahr!

Alles Liebe,

Buchheldin

*Rezension* Mind-Blown: Die 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums

 (4/5)

In dem Werk „Mind-Blown: Die 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums“ führt uns der Autor und Youtube-Star Matthew Santoro durch die unglaubliche Welt mit all ihrem Wissen und ihren Faszinationen. In kurzen Abschnitten erzählt er von allerlei verrückten Dingen, gibt einen Abriss über unglaubliche Gesetze der Welt wieder, erklärt dem Leser, wie man rund um die Welt sich verliebt und nennt merkwürdige Drogen sowie ihre Wirkung. So erfahren wir, wie man in Thailand ungehorsame Polizisten demütigt, denen ein Lapsus unterlaufen ist, (diese müssen ein Hello-Kitty-Armband tragen), wie die rumänische Währung heißt (Leu=Löwe) und warum in Japan früher Bauern sterben mussten (man wollte neue Samurai-Schwerter ausprobieren).

Die meisten dieser Fakten sind wirklich interessant und unglaublich, sodass man sich nach jedem In-die-Hand-Nehmen des Werkes ein bisschen schlauer fühlt. Der Autor spricht den Leser gelegentlich selbst an, vor allem redet er aber auch von sich und streut immer wieder kanadischen Witz in seine Fakten mit ein. Der Stil ist locker und leger gehalten, bei dieser Lektüre handelt es sich mitnichten um ein reines Wissensbuch, vielmehr gestaltet sich das Lesen als informativ und unterhaltsam zugleich.

Hier liegt allerdings auch schon mein Kritikpunkt an dem Ganzen. Teilweise geht der Informationsgehalt zugunsten Santoros literarischer Freiheit verloren, teilweise verschwimmen Realität und Fiction, sodass man nicht mehr weiß, was sich der Autor nur ausgedacht hat und welche Angaben wirklich stimmen.

Die Infos sind an einigen Stellen leider sehr knapp gehalten, wer tiefer in das Thema vordringen möchte, sollte zu weiterführender Literatur greifen.

Die Quellenangaben von einigen Facts stehen ganz hinten im Buch drin, allerdings tauchen da auch Quellen wie wikipedia oder sogar buzzfeed auf, was so einiges über das Buch an sich verrät.

Wer wirklich sich ernsthafte Bildung aneignen möchte, wir mit diesem Werk nicht bedient. Für alle, die nach Smalltalkgesprächsthemen und unnützem Wissen zum Angeben suchen, ist „Mind-Blown: Die 362 unglaublichsten Fakten unseres Universums“ genau das Richtige.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem Penguin-Verlag bestellen.

*Rezension* Das Achtsamkeitstraining

 

 (4/5)

„Das Achtsamkeitstraining“ von Mark Williams und Danny Penman erklärt dem Leser die Kunst des achtsamen Lebens. Das Training beinhaltet acht Themenschwerpunkte, die so ausgelegt sind, dass man sich jede Woche auf eine Übung konzentriert. Nach den acht Wochen soll man so sich die Achtsamkeit angeeignet haben und mit ganz anderen Augen durchs Leben gehen.

Da ich mehr über das Thema des bewussten Lebens erfahren wollte, habe ich mich entschieden, das Achtsamkeitstraining auszuprobieren. Die Lektüre ist herrlich erfrischend und kurzweilig geschrieben. Mark Williams und Denny Penman sind hochrenommierte Persönlichkeiten aus den Bereichen der klinischen Psychologie und des Journalismus, sie verstehen es, den Leser für sich zu vereinnahmen und ihnen die Achtsamkeit ohne allzu viel spirituelles Gehabe näherzubringen.

Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Übungen auszuprobieren, wobei ich sagen muss, dass die Ratschläge keine bahnbrechenden Sensationen beinhalten. Gehe spazieren, achte auf deine Umgebung, achte auf deine Schritte, achte auf deinen Atem – es geht um das Achten und das Bewusste und es ist bemerkenswert, dass es einen Professor-Titel braucht, um dem normalen Menschen diese leichtesten Dinge vor Augen zu führen.

Die beiliegende CD benutze ich kaum, da ich keinen CD-Player besitze, aber die meisten Übungen aus dem Buch schafft man auch ohne CD.

Ich kann nicht sagen, dass ich nach dem Training mit dem Buch ein anderer Mensch geworden wäre, aber es sind kleine Schritte, die den Weg gehen und ich habe das Gefühl, dass diese Lektüre der Schritt in die richtige Richtung darstellt.

„Das Achtsamkeitstraining“ hält, was es verspricht, denn es trainiert die…nun ja, Achtsamkeit. Ich kann das Buch weiterempfehlen.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem Goldmann-Verlag bestellen.

*Rezension* Jeder Lotos hat ein schönes Herz

 (3/5)

Das Werk „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ enthält Anleitungen und Tipps zur Meditation. Der Autor Ajahn Brahm erklärt die Kunst des achtsamen Lebens, beschreibt die Wichtigkeit der Beobachtungen und erzählt von Geist und innerer Ruhe. Aufgeteilt in elf Kapiteln behandelt Brahm in seinem Werk die wichtigsten Themengebiete wie das Finden des Glücks und die Erlangung der Weisheit und beschreibt so die verschiedenen Unterbereiche und Facetten der Meditation. Brahm erklärt den Lesern, wie diese Hindernisse überwinden und ihren Geist klären können, wie sie ihre Gedanken steuern können und vor allem, wie man richtig meditiert.

Da ich in letzter Zeit immer mehr vom achtsamen  Leben und vom Meditieren gehört habe, wollte auch ich mich mal in dieses neue Themenfeld wagen. Es scheint derzeit en vogue zu sein, einen Zahn zurückzudrehen und in der schnelllebigen Gesellschaft sich auf sich selbst zu konzentrieren, die innere Mitte zu finden, in Gedankenstille zu schwelgen und überhaupt mal einfach nichts zu tun.

Dieses Nichtstun ist aber dennoch eine Wissenschaft namens Meditation und die Meditation muss erlernt werden. „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ ist eine gute Einleitung in die spirituelle Welt, die sich dem Ottonormalverbraucher verschließt, ich muss aber sagen, dass ich mit dieser Meditations-Anleitung nicht so recht warm geworden bin.

Brahm beschreibt die Kunst des Zu-sich-Findens und spricht dabei den Leser in der Mehrzahl direkt an. Er stellt sich aber zu keinem Punkt auf eine Stufe mit der Leserschaft, vielmehr sticht während des ganzen Lernens die Lehrer-Schüler-Beziehung in dem Buch heraus, was das Lesen etwas mühsam gestaltet. Die Sprache ist vollgepackt mit Begriffen aus der Welt der Spiritualität und wirkt zu Beginn etwas befremdlich. Brahm holt den Leser nicht dort ab, wo er steht, sondern erzählt und referiert von oben auf seinem Meditationspodest.

Wer schon einige Erfahrungen im Bereich Meditation gesammelt hat, wird in „Jeder Lotos hat ein schönes Herz“ eine interessante Lektüre mit vielen Beispielen und Ratschlägen finden. Für alle anderen empfehle ich eine leichter zu lesende Einsteigerlektüre.

 

Hier kann man sich das Buch aus dem Heyne-Verlag bestellen.